Baden-Baden: Juniorenkreis hilft bei der Nachfolge
Die Betriebsübergabe an die nachfolgende Generation gehört häufig zu den schwierigsten Phasen eines Unternehmens. Nun unterstützt die Kfz-Innung Baden-Baden die Junioren mit verschiedenen Maßnahmen.
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Ein Jahr ist Obermeister Dieter Burkhart bei der Kfz-Innung Baden-Baden im Amt, nun hat er im Rahmen der Mitgliederversammlung eine erste Bilanz gezogen. In seiner Tätigkeit setzt Burkhardt vor allem auf Kooperation – sowohl innerhalb der Innung als auch im Kontakt mit Partnern. Aus Sicht des Obermeisters läuft die Kooperation mit anderen Innungen ausgezeichnet.
Das Gleiche gilt für die Zusammenarbeit mit Berufsschulen. „Gerade jetzt, wo in der Region Fachklassen zusammengelegt werden und einzelne Schulstandorte für Kfz aufgegeben werden sollen, ist eine enge Absprache mit allen Beteiligten dringend notwendig“, stellte Burkhardt klar.

Ein Thema, das den Innungsvorstand und viele Mitgliedsbetriebe beschäftigt, ist der Generationenwechsel. Bei jedem Autohaus und jeder Werkstatt ist der Übergang vom Senior zum Junior eine Ausnahmesituation. Daher will die Kfz-Innung ihre Mitglieder bei der Übergabe des Betriebs künftig noch stärker unterstützen.
Dafür richtet sie einen „Juniorenkreis“ ein. Ziel ist es, dass sich die Jungunternehmer in diesem Kreis über ihre Erfahrungen austauschen können und lernen, wie andere Betriebe mit ähnlichen Herausforderungen umgehen. Der Juniorenkreis soll nicht nur der nachwachsenden Generation bei ihren neuen Aufgaben helfen, sondern sie zugleich an die Verbandsorganisation binden. Durch den gemeinsamen Austausch können sie erfahren, welche Vorteile die Kfz-Innung ihnen bietet.
Gute Nachrichten gibt es auch von der Schiedsstelle der Badener: In den vergangenen Monaten musste sie immer seltener den Streit zwischen einem Kunden und einem Innungsmitglied schlichten. 2015 waren es nur noch 15 Fälle. „Der Ton unter den Beteiligten ist dabei freundlicher geworden“, berichtete Vorstandsmitglied Andreas Haitzler. Die Gespräche würden sehr sachlich geführt. Streitthema Nummer eins war die Reparatur der Fahrzeugelektrik und -elektronik.
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