BAFA registriert zahlreiche falsche Anträge

Redakteur: Christoph Baeuchle

Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gehen zahlreiche falsche Anträge ein. Meist werden die entsprechenden Dokumente nicht vollständig eingereicht.

Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gehen zahlreiche falsche Anträge für die Umweltprämie ein. „Wir verzeichnen des öfteren Anträge, die unvollständig eingereicht werden“, sagte eine BAFA-Sprecherin auf Anfrage von »kfz-betrieb ONLINE«. Ursache für die Unvollständigkeit seien in erster Linie fehlende Dokumente.

Wie hoch der Anteil falscher Anträge ist, konnte die Behörde noch nicht im Detail sagen. Darüber soll ein Statistik in etwa vier Wochen Auskunft geben.

Bislang gingen beim bei der Behörde mit Sitz in Eschborn bei Frankfurt knapp 44.200 Anträge ein (Stand 13. Februar). Die zahlreichen Anträge werden derzeit noch von sechs Mitarbeitern bearbeitet. Bereits am Montag sollen zehn bis 15 weitere Mitarbeiter hinzukommen. Insgesamt will die Behörde noch 70 Mitarbeiter zur Bearbeitung der Anträge einstellen. „Zur Bearbeitung eines Antrages braucht ein Mitarbeiter etwa acht bis zehn Minuten“, so die BAFA-Sprecherin.

Der Bonus wird nach dem so genannten Windhundverfahren vergeben. Demnach erfolgt die Zuteilung der Prämie in der Reihenfolge, in der die Anträge bei der Behörde gestellt werden. Wird ein Antrag falsch oder unvollständig gestellt, so muss er sich entsprechend wieder am Ende einreihen.

Dies führt zur Verunsicherung der Verbraucher, wie lange der auf 1,5 Milliarden Euro gedeckelte Fördertopf reicht. Insgesamt will die Bundesregierung rund 600.000 Autokäufe mit der Umweltprämie unterstützen. Derzeit laufen Gespräche zwischen Ministerium, BAFA und Verbände wie der ZDK, um mit entsprechenden Vorgaben Autokäufern Sicherheit zu verschaffen.

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