Bardusch: Besser nicht zuhause waschen

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Drei Viertel aller Arbeitnehmer hierzulande waschen ihre Berufskleidung einer Studie zufolge zuhause. Das birgt mehrere Risiken, wie der Textildienstleister erklärt.

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Viele waschen ihre Berufsbekleidung selbst – nicht ohne Risiko.
Viele waschen ihre Berufsbekleidung selbst – nicht ohne Risiko.
(Foto: ViATiCO)

Drei Viertel aller Arbeitnehmer hierzulande waschen ihre Berufskleidung zuhause. Zu diesem Ergebnis kommt laut dem Berufsbekleidungsspezialisten Bardusch eine Studie der European Textilservices Association (ETSA) und der Gesellschaft für Konsumentenforschung (GfK). Circa ein Drittel davon trennt die Berufs- und Privatkleidung nicht während des Waschprozesses. Das Problem laut Bardusch: Damit gehen Arbeitnehmer im direkten Vergleich mit professioneller Textilaufbereitung ein Risiko ein. Anders als der Textildienstleister können sie somit keinen validierten Wasch- und Bearbeitungsprozess gewährleisten, wie er z. B. für Kleidung im Lebensmittelbetrieb oder im Gesundheitswesen notwendig ist. Oder aber im Industriebetrieb, wo Chemikalienschutzkleidung zur Beibehaltung der Schutzeigenschaften regelmäßig imprägniert werden muss.

„Forschungseinrichtungen wie das Hohenstein Institut warnen seit Langem vor einer Kontamination von Kleidung mit Mikroben durch unsachgemäße Waschprozesse“, erklärt Stephan Schwartz, Leiter Produktmanagement bei Bardusch. So können Keime, Krankheitserreger und Schadstoffe von der Berufs- auf die Privatkleidung übertragen werden. Neben dem Kontaminationsrisiko kann das private Waschen von Berufskleidung auch wirtschaftliche und juristische Folgen nach sich ziehen.

So definieren europäische Richtlinien Mindestanforderungen an die persönliche Schutzausrüstung (PSA) von Arbeitnehmern, die nur durch sachgemäße Pflege und Instandhaltung gewährleistet werden können. In §2, Absatz 4 der PSA-Benutzerverordnung (PSA-BV) heißt es: „Durch Wartungs-, Reparatur- und Ersatzmaßnahmen sowie durch ordnungsgemäße Lagerung trägt der Arbeitgeber dafür Sorge, dass die persönlichen Schutzausrüstungen während der gesamten Benutzungsdauer gut funktionieren und sich in einem hygienisch einwandfreien Zustand befinden.“ Das, so Bardusch, können ausschließlich Textildienstleister sicherstellen.

Unternehmen wie Bardusch holen im Rahmen eines Textilvertrags die Berufskleidung in den Betrieben ab, waschen sie und liefern sie – branchen- und anforderungsspezifisch desinfiziert – wieder bis an den Spind.

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