Beckmann-Gruppe stellt Insolvenzantrag

Redakteur: Andreas Wehner

Der Opel-Servicepartner und Hyundai-Vertragshändler mit Standorten in Verden, Bremen und Rotenburg ist in Schieflage geraten.

Die Beckmann-Gruppe mit Betrieben in Verden, Bremen und Rotenburg hat am 22. Oktober Insolvenzantrag gestellt. Rechtsanwalt Dr. Malte Köster von der Verdener Kanzlei Willmer, die mit der vorläufigen Insolvenzverwaltung betraut wurde, bestätigte gegenüber »kfz-betrieb ONLINE« entsprechende Presseberichte. Beckmann ist Opel-Servicepartner mit drei Standorten und betreibt zudem zwei Hyundai-Autohäuser. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 44 Mitarbeiter.

Zur Insolvenzantragstellung habe ein nicht mehr zu überbrückender Liquiditätsengpass der gesamten Unternehmensgruppe geführt. Ausschlaggebend sei letztlich die aktuell schwierige Lage der Branche auch aufgrund der Finanzkrise, erklärte Köster. Derzeit prüfe man eine Sanierung und sei auf der Suche nach Investoren, um die Standorte erhalten zu können. Mögliche Interessenten wollte der Rechtsanwalt nicht nennen. Der Geschäftsbetrieb laufe uneingeschränkt weiter. Man habe die volle Unterstützung von Opel und Hyundai, um den Betrieb aufrechterhalten zu können.

Die Unternehmensgruppe geht zurück auf das 1920 in Bremen gegründete Autohaus Beckmann und gehörte in den 1990er Jahren zu den großen deutschen Opel-Händlern. Aufgrund vertraglicher Neuregelungen bei Opel musste das Unternehmen 2003 wesentliche Teile seines Geschäfts abgeben und sich infolge dessen verkleinern.

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