Bei Anruf Diagnose
Der Diagnosespezialist Texa bietet ein GPRS-Modul, mit dem sich Fahrzeuge auf der Straße in Echtzeit diagnostizieren lassen.
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Wer kennt ihn nicht, den berühmten Vorführeffekt? Just in dem Moment, in dem der Fachmann anwesend ist und sich der Sache annimmt, hat sich die Störung in Luft aufgelöst. Alles funktioniert, als wäre es nie anders gewesen. Vor allem Autofahrer können ein Lied davon singen. Sei es das Ruckeln im Teillastbereich, das gelegentliche Absterben des Motors oder das Aufleuchten einer Kontrollleuchte. Die Antwort, die viele Fahrzeugbesitzer bei der Beanstandung eines sporadischen Fehlers vom Werkstattpersonal erhalten, lautet: „Im Fehlerspeicher ist nichts drin.“
Dieser Umstand ist weder für den Fahrzeughalter angenehm, noch kann die Werkstatt davon profitieren. Deshalb gibt es Diagnosehersteller, die ihre Geräte mit einer so genannten Datenaufzeichnungsfunktion ausrüsten. Sie soll Kfz-Betriebe bei der Suche nach der Ursache für sporadisch auftretende Störungen unterstützen. Ähnlich wie ein Kassettenrekorder nimmt das Gerät relevante Messdaten auf und speichert sie.
Die Krux dabei: Der Speicherplatz der Geräte ist beschränkt und der Fahrer muss den Aufzeichnungsvorgang am Gerät in der Regel selbst starten. Das Diagnosegerät liegt dazu z. B. auf dem Beifahrersitz und „besetzt“ diesen. Zudem läuft die Diagnoseleitung quer über Mittelkonsole, etc. – das ist weder bequem noch sicher für den Fahrer. Außerdem muss die Werkstatt im Anschluss an die Fahrt den Fehler aus der Menge an aufgezeichneten Daten „heraussuchen“ und analysieren.
Praxisnahe Lösung
Alles andere als ideale Voraussetzungen, um eine Fahrzeugfehlfunktion rasch und sicher zu beheben. Das dachte sich auch der Diagnosespezialist Texa. Der Marktführer in Europa für die Mehrmarkendiagnose bei Pkw, Lkw und Motorrädern entwickelte deshalb für seine Fahrzeugdiagnoseschnittstelle „Tribox Mobile“ eine kleines Zusatzmodul. Dieses Modul wird anstelle anderer Messmodule einfach in die Aufnahme der Tribox eingelegt. Es arbeitet mithilfe der GPRS-Technik (siehe Kasten unten) und übermittelt im Fahrzeug ausgelesene Diagnosedaten über eine Internetverbindung direkt in die Werkstatt auf den Diagnosetester bzw. PC/Laptop – und das in Echtzeit.
Alles, was der Autofahrer machen muss, ist, die Werkstatt via Handy anzurufen, sobald der Fehler auftritt – mit einer Freisprecheinrichtung, über die viele Fahrzeuge bereits verfügen, ist das auch während der Fahrt kein Problem. Der Werkstattmitarbeiter klinkt sich umgehend in die Fahrzeugdiagnose ein und kann das Fahrzeug im gleichen Umfang analysieren, wie wenn es vor ihm in der Werkstatt stehen würde (siehe Bilderfolge oben).
On-the-road-Diagnose
Vor allem relevante Ist-Werte von Sensoren und Stellgliedern kann der Werkstattmann unter Lastzustand analysieren und erhält so wichtige Anhaltspunkte für die Fehlerursache.
Die Texa-Tribox kann im Fahrzeug z. B. unter dem Fahrersitz oder im hinteren Fußraum verstaut werden. Zusammen mit der Diagnoseleitung, die am Schweller entlang verlegt wird, beeinträchtigt die Messtechnik – anders als die Variante mittels Datenaufzeichnung – den Fahrer nicht und mindert auch nicht die Sicherheit im Straßenverkehr.
Erwerben können Werkstätten das GPRS-Modul unter anderem bei der Firma Eichstädt-Elektronik (siehe Kasten rechts), Deutschlands bekanntem Texa-Partner. Dort ist das Datenübertragungsgerät zum Preis von 696 Euro erhältlich. Als laufende Kosten fallen 9 Euro im Monat für die M2M-Karte (analog SIM-Karte beim Handy) des Netzbetreibers Vodafone an, mit dem der Betrieb einen Zweijahresvertrag abschließen muss. Weitere Informationen dazu siehe Kasten „Mehr zum Thema“.
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