Beim Räderwechsel das Fahrwerk prüfen
Demnächst steht der saisonale Räderwechsel bevor. Zeit, das Fahrwerk gleich mit zu prüfen, meint Thyssen-Krupp Bilstein.

Etwas früh im Jahr wirbt der Fahrwerksspezialist Thyssen-Krupp Bilstein dafür, beim nächsten saisonalen Räderwechsel gleich das Fahrwerk der Kundenautos auf Beschädigungen und Verschleiß an Federn und Dämpfern zu prüfen. Aber besser zu früh als zu spät. Und in der Tat kann der Winter mit seinen Salz- und Eisattacken für schwere Rostschäden vor allem an den Tragfedern sorgen.
Laut Dekra-Mängelreport gehören gebrochene Federn zu den am häufigsten festgestellten Schäden am Fahrwerk, das wiederum in der Mängelliste hinter den Segmenten Elektrik/Licht und Bremsen Rang drei einnimmt. Werkstätten sollten deshalb die Federn beim Räderwechsel einer genauen Sichtprüfung unterziehen: Ist die Beschichtung beschädigt? Blüht bereits der Rost auf den Windungen oder ist die Feder gar schon gebrochen? Selbst Letzteres lässt sich mitunter kaum ausmachen, wenn das Fahrzeug auf den Rädern steht. Doch in einer Notsituation können die Folgen fatal sein.
ESP braucht die volle Dämpferleistung
Viele Autofahrer unterschätzen auch, wie wichtig die Stoßdämpfer für die Fahrsicherheit sind. Nur mit voller Dämpfkraft halten Reifen den Straßenkontakt richtig. Defekte Dämpfer hingegen bewirken einen um bis zu 20 Prozent verlängerten Bremsweg, beeinträchtigen die Wirksamkeit von ABS und ESP und verschlechtern die Straßenlage.
Dabei sind Schäden oft von außen gar nicht zu erkennen, und ein Prüfstandstest oder eine Probefahrt sind in der Hektik des Räderwechsels kaum möglich. Doch schon die Reifenlauffläche kann dem Profi genügend Hinweise auf Dämpferverschleiß geben, um den Kunden darauf anzusprechen. Insbesondere ungleichmäßiger Reifenverschleiß, sogenannte Auswaschungen, aber auch defekte Anschlagpuffer und Schutzrohre sowie Ölaustritt sind unmissverständliche Hinweise, die sich beim Reifenwechsel entdecken lassen. Auch Bremsscheiben und Bremsbeläge verdienen einen geschulten Blick. So lässt sich nicht nur die Sicherheit des Kunden gewährleisten, sondern es winken auch Folgeaufträge aus dem Räderwechsel.
Zur Aufklärung über Stoßdämpferdefekte stellt Bilstein den Werkstätten Informationsmaterial zur Verfügung. Mit der Broschüre und dem Werkstattposter „Wie Sie defekte Stoßdämpfer erkennen“ sowie dem Poster „Denken Sie an Ihre Sicherheit! Lassen Sie rechtzeitig Ihre Stoßdämpfer überprüfen“ können Werkstätten ihren Kunden die Problematik erklären und sie auf die Gefahren hinweisen.
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