Elektrifizierung Bekanntes Restomod aus Entenhausen

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Elektrifizierung schreitet fort, auch in der Comicwelt von Entenhausen. Da hat Donald mit seinem Uralt-Auto einige Probleme – und wagt den ganz großen Sprung nach vorn. In der Familie Duck gibt es allerdings ein Vorbild für die Elektromobilität.

Donald Duck verwandelt in der neuesten Ausgabe der Lustigen Taschenbücher sein Uralt-Auto in ein grünes Elektromobil.(Bild:  2025 Egmont Ehapa Media/Disney)
Donald Duck verwandelt in der neuesten Ausgabe der Lustigen Taschenbücher sein Uralt-Auto in ein grünes Elektromobil.
(Bild: 2025 Egmont Ehapa Media/Disney)

Die Elektrifizierung des automobilen Antriebs macht vor einem Klassiker der Comic-Literatur nicht halt. In Entenhausen, dem Wohnort von Tick, Trick und Track, Onkel Dagobert und vielen weiteren bekannten Figuren des Walt-Disney-Universums, fährt der eindeutig in die Jahre gekommene Kleinwagen von Donald im neuesten Lustigen Taschenbuch (LTB Nr. 604) nun elektrisch vor. Das Auto ist auf den E-Antrieb umgerüstet, behält aber das langjährig verwendete Nummernschild „313“ – es wird eben niemand gezwungen, die Vorteile des E-Kennzeichens zu nutzen.

Was also ist passiert? Donald hat erkannt, dass sein langjähriger automobiler Gefährte in die Jahre gekommen und technisch unzuverlässig geworden ist. Zu oft bleibt er mit (Verbrennungs-)Motorproblemen liegen. Und nicht zuletzt „entspricht mein Oldtimer offenbar nicht mehr den Umweltauflagen“, gesteht Donald im Vorwort ein. Probleme mit der Obrigkeit wegen der Abgaswerte sind im neuen Band dokumentiert. Doch weil ihm das knallrote Wägelchen ans Herz gewachsen ist, will er die drohende Verschrottung vermeiden und es technisch auf den neuesten Stand bringen. Es entsteht eben ein waschechtes Restomod.

Bausatz für mehr Umweltfreundlichkeit

„Entenhausen steht damit ganz im Zeichen der Mobilitätswende“, heißt es zur neuen Geschichte im Pressetext des Egmont-Ehapa-Verlags. Wie im wahren Leben hängt die Energiewende der Nummer 313 irgendwo zwischen Euphorie und Ernüchterung. Donald legt, beflügelt von seiner Mission E-Aufbruch, erst einmal selbst Hand an und kreiert den „multifunktionalen Fahrzeugvergrünerungsbausatz“– der Name ist durchaus wörtlich zu nehmen. Damit ausgestattet, soll Donalds 313 nun mit alternativen Energien durch die Straßen rollen.

Ziemlich schnell wird klar, dass die alternative Mobilität kein Selbstläufer ist, das gesuchte „grüne Wunder“ verschlingt viel Zeit und Energie. Mal gibt es mit dem Windrad-Antrieb Probleme, dann zeigen sich die Kehrseiten der Solarstrom-Erzeugung. Doch so viel sei verraten: Wie es bei Ideen doch häufig passiert, manchmal sind die Nebeneffekte entscheidend. Mit seinen rührenden Versuchen, sein altes Auto zu erhalten, statt ein neues zu erwerben, wird Donald zum Star. Schlecht für die Neuwagen-Händler Entenhausens, aber gut für die Werkstätten.

Oma Duck ist in den Walt-Disney-Comics in einem Elektroauto von Detroit Electric unterwegs.(Bild:  Disney)
Oma Duck ist in den Walt-Disney-Comics in einem Elektroauto von Detroit Electric unterwegs.
(Bild: Disney)

So ganz neu ist der Elektro-Trip für die Familie Duck allerdings nicht, wenn man etwas zurückblickt. Denn Donalds Oma Dorette war ebenfalls ganz modern im eigenen Fahrzeug unterwegs. Und zwar in einem Model L von Detroit Electric aus dem Jahr 1912, erinnert die Redaktion von „Auto Motor und Sport“ anlässlich der Erscheinung des LTB 604. Detroit Electric produzierte bereits ab dem Jahr 1907 alltagstaugliche E-Autos, das mit einer Batterieladung mindestens 130 Kilometer weit kam. Das Unternehmen existierte bis 1939.

Das Detroit Electric war ein E-Auto der Detroit Electric Car Company. Es wurde von 1907 bis 1930 gebaut und fuhr bis zu 55 km/h schnell. Dieses Exemplar ist der Originalwagen von Laura Celestia Spelman Rockefeller, der Ehefrau von John Davison Rockefeller. (Bild:  Gimm – privat)
Das Detroit Electric war ein E-Auto der Detroit Electric Car Company. Es wurde von 1907 bis 1930 gebaut und fuhr bis zu 55 km/h schnell. Dieses Exemplar ist der Originalwagen von Laura Celestia Spelman Rockefeller, der Ehefrau von John Davison Rockefeller.
(Bild: Gimm – privat)

Fortschritt in Entenhausen

„Donald Duck beweist einmal mehr, dass Fortschritt und Chaos oft Hand in Hand gehen“, kommentiert LTB-Verleger Jörg Risken die neueste Geschichte aus der Traditionsreihe, in der alle vier Wochen eine neue Ausgabe erscheint. Das LTB 604 kommt am 18. November zum Preis von 8,99 Euro in den (Buch-)Handel.

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