Benecke: VW wächst 2016 langsamer
Die Parameter sind gut, der Markt läuft. Dieser Entwicklung kann auch der VW-Abgasskandal nichts anhaben, ist IHS-Senior-Analyst Martin Benecke überzeugt. Die Strategie des Wolfsburger Autobauer scheint aufzugehen, doch Risiken bleiben.
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Redaktion: Was erwarten Sie für den deutschen Markt im nächsten Jahr?
Martin Benecke: Niedriger Ölpreis und geringe Zinsen, steigende Einkommen und eine gute Situation am Arbeitsmarkt – die Indikatoren sprechen dafür, dass es auch im nächsten Jahr weiter aufwärtsgeht. Im Vergleich zu 2015 wird sich das Wachstum zwar verlangsamen, aber wir rechnen mit einem Plus von etwa zwei Prozent, also 3,26 Millionen Neuzulassungen.
Inwiefern prägt der VW-Abgasskandal die Marktentwicklung?
Auf den Gesamtmarkt wirkt sich das Thema nicht aus. Aber auf die VW-Gruppe, und die ist mit rund einem Drittel am Gesamtabsatz natürlich ein wichtiger Player. Ich gehe davon aus, dass Volkswagen dies Anfang 2016 zu spüren bekommt, die Kunden werden vorsichtiger und halten sich mit Bestellungen zurück. Vielleicht wechseln auch einige zu Wettbewerbern oder anderen Marken im VW-Konzern.
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