Betrüger missbrauchen Autoscout 24 für Phishing-Attacken

Autor Christoph Seyerlein

Immer wieder versuchen Betrüger mithilfe gefälschter Links Login-Daten abzugreifen. Aktuell stehen offenbar vermehrt private Nutzer von Autoscout 24 im Fokus der Kriminellen. Sie sollten verschiedene Vorkehrungen treffen.

Anbieter zum Thema

(Bild: Autoscout 24)

Privatnutzer, die über Autoscout 24 Fahrzeuge verkaufen, sind aktuell ein häufiges Ziel von Betrügern. Wie das Online-Portal „Netzwelt“ berichtet, versuchen Kriminelle mithilfe einer Phishing-SMS-Masche die Login-Daten der User abzugreifen. Eine Sprecherin von Autoscout 24 erklärte auf Nachfrage: „Die Masche ist altbekannt und tritt immer mal wieder schubartig auf.“ Allerdings seien lediglich Privatleute von der Problematik betroffen, Händler, die Autoscout 24 für ihr Gewerbe nutzen, müssten sich keine Sorgen machen.

Folgendermaßen gehen die Betrüger laut „Netzwelt“ vor: Sie versenden an den auserkorenen User eine SMS mit dem Text „Ihr XXX wird doppelt aufgeführt, mit zwei verschiedenen Preisen. Bitte überprüfen Sie Ihr Konto.“ In die Nachricht eingebaut ist ein Link zu einer Phishing-Webseite, die dem originalen Onlineauftritt von Autoscout 24 täuschend ähnlich sieht. Logt sich der Nutzer auf dieser Seite ein, können die Betrüger seine Daten abgreifen. Darüber hinaus enthalten die Phishing-Plattformen häufig auch Schadsoftware.

Mit den erschlichenen Daten ist es den Kriminellen beispielsweise möglich, gefälschte Angebote im Namen des eigentlichen Nutzers einzustellen und Käufer um ihr Geld zu prellen.

Wer sich vor Phishing-Angriffen schützen will, sollte bei verdächtigen Mails einige Parameter überprüfen. Beispielsweise sind die Links zur Login-Plattform bei Phishing-Mails zumeist deutlich länger als die Original-URL der Webseiten. Indizien für einen Betrugsversuch sind außerdem eine unpersönliche Anrede, viele Dateianhänge und dringliche Aufforderungen.

Hilfreich für Nutzer ist es, das eigene Passwort regelmäßig zu verändern. Außerdem sollte eine aktuelle Antivirensoftware auf dem genutzten Endgerät installiert sein. Wer dennoch Opfer eines Phishing-Angriffs wird, sollte sich möglichst sofort mit dem jeweiligen Anbieter in Verbindung setzen und ihm die Situation schildern. Dort können dann im Normalfall schnell Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet werden.

Auch Autoscout 24 hat ein eigenes Sicherheitsteam, das sich mit der Thematik regelmäßig auseinandersetzt. Die Einheit überprüft unter anderem immer wieder Inserate manuell, daneben setzt die Autobörse auf ein selbstlernendes Filtersystem. Über die Phishing-Problematik klärt das Unternehmen teilnehmende Händler zudem auf einem Infoportal auf. Gemeinsam mit dem ADAC, Mobile.de und der Polizei betreibt die Autobörse darüber hinaus die Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“, die Nutzer für Sicherheitsfragen sensibilisieren soll.

Außerdem ruft Autoscout seine Nutzer dazu auf, potenzielle Betrugsversuche zu melden. Dazu hat das Portal auf jeder Detailseite den „Angebot beanstanden“-Button integriert. Geht ein solcher Hinweis beim Sicherheitsteam ein, verfolgen die Autoscout-Mitarbeiter diesen zeitnah nach. Erhärtet sich der Anfangsverdacht, zieht das entsprechende Maßnahmen wie etwa die Löschung des betreffenden Inserats aus der Datenbank nach sich.

(ID:44844760)