Betrügerbande in Rheinland-Pfalz aufgeflogen

Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Jens Rehberg

Im Landkreis Cochem-Zell wird gegen eine Bande ermittelt, die in zahlreichen Fällen mit gefälschten Gehaltsabrechnungen Fahrzeugfinanzierungen abgeschlossen hat.

(Foto: Polizei Bayern)

Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt derzeit gegen eine Bande mutmasslicher Bankbetrüger. Nach einem Bericht des Cochemer „Wochenspiegels“ besteht gegen mehrere Personen der Verdacht des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs sowie der gewerbs- und bandenmäßigen Urkundenfälschung.

Die Beschuldigten hatten offenbar über ein Autohaus im Landkreis Cochem-Zell in mindestens 24 Fällen – in einigen blieb es beim Versuch – Jungwagen aus dem Premium-Segment erworben und über verschiedene Banken finanziert. Für die Finanzierungen wurden dem Zeitungsbericht zufolge gefälschte Gehaltsabrechnungen eingereicht. Dabei seien die Banken in Summe um einen Betrag in sechsstelliger Höhe geschädigt worden.

Nach monatelangen Ermittlungen durchsuchten schließlich Beamten der Kripo und der Steuerfahndung Koblenz am Dienstag 16 Objekte im Landkreis Cochem-Zell sowie drei anderen Bundesländern.

Während der „Wochenspiegel“ schreibt, der ebenfalls geschädigte Autohändler stehe im Mittelpunkt der Ermittlungen, stellt das der betroffene Geschäftsführer, der nicht namentlich genannt werden möchte, im Gespräch mit »kfz-betrieb« anders dar: Sein Betrieb sei deswegen ein Ziel der Fahnder, weil Unterlagen hätten sichergestellt werden müssen. Die beschuldigten Personen hätten zudem behauptet, Verkäufer des Autohauses seien Mitwisser des Betrugs gewesen. Dies wies der Geschäftsführer jedoch klar zurück.

Der zuständige Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz bestätigte am Donnerstag auf Anfrage die grundsätzlichen Sachverhalte, nahm aber nicht dazu Stellung, ob beziehungsweise inwiefern gegen Angestellte des Autohauses ermittelt werde.

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