BFC-Absolventen lernen von den Besten
Auf dem vierten Ehemaligenkongress der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kraftfahrzeuggewerbe referierten vier Absolventen der BFC, die auf große Erfolge verweisen können.
Anbieter zum Thema
Einen neuen Teilnehmerrekord konnte der diesjährige Ehemaligenkongress der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kfz-Gewerbe verbuchen: 370 Ehemalige aus 27 Jahrgängen kamen in Bad Liebenzell zusammen. Sie haben im Verlauf der letzten 44 Jahre die Kaderschmiede des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes mit ihren Standorten in Calw und Northeim besucht.
Als Motto für ihren vierten Ehemaligenkongress hatte die BFC „Von unseren Besten lernen“ gewählt. Deshalb sprachen im Verlauf des Nachmittags nur Referenten, die die BFC besucht und in der Folgezeit in der Automobilwirtschaft Karriere gemacht haben.
„Was haben wir doch für super Absolventen“, fasste der Vorstandsvorsitzende der BFC, Martin Sauer, am Ende die Eindrücke aus vier hochkarätigen Vorträgen stolz zusammen. Damit gab er die Empfindung der aktuellen und ehemaligen Studierenden sowie der Gäste wieder, die teilweise sogar extra aus dem Ausland angereist waren.
Das Prinzip Porsche
Zum Auftakt stellte der Geschäftsführer der Porsche Deutschland GmbH, Bernhard Maier (BFC-Jahrgang 1980), sein Referat unter den Titel „Nicht aufhören, besser zu sein“. Dieses Motto stehe sinnbildlich für das „Prinzip Porsche“, das nach einer Krise Anfang der neunziger Jahre heute große Erfolge einfahre. Es gelte aber nicht nur als Devise für ein erfolgreiches Unternehmen, sondern für jeden Einzelnen: „Es kommt später nicht so sehr darauf an, was Sie gemacht haben, sondern was Sie daraus gemacht haben“, rief Maier den Kongressbesuchern zu.
Doch nicht allein die Industrie bietet BFC-Absolventen Zukunftsperspektiven, sondern vor allem auch das Gewerbe. Das verdeutlichte als zweiter Referent der Geschäftsführer der Mille Miglia Motors e. K., Christian M. Villhauer (BFC-Jahrgang 1991). Der Ferrari- und Maserati-Händler erzählte aus seinem bewegten beruflichen Leben, für das ihn die Bundesfachschule viele wertvolle Hilfestellungen geliefert habe. „Ich habe zwar vorher schon Geld verdient, aber ich wusste bis dahin gar nicht warum!“ Ein eigenes Autohaus zu führen, sei sein Traum gewesen. Autos für eine Million das Stück zu verkaufen, davon habe er allerdings nicht einmal geträumt.
Als erste Frau und gleichzeitig als erste Absolventin des BFC-Standorts Northeim (Jahrgang 1994) sprach Stephanie von Ahsen auf dem Ehemaligenkongress. Die Gewinnerin des »kfz-betrieb«-Women‘s-Award 2006 beleuchtete Chancen und Herausforderungen, die Veränderungen in einem Kfz-Betrieb mit sich bringen. Am Beispiel der Autohaus Brand GmbH in Bremen, wo sie als Geschäftsführerin tätig ist, beschrieb sie die Phasen eines Veränderungsprozesses von der Inspiration bis zur Erfolgskontrolle.
Drei Erfolgsfaktoren im Berufsleben
Zum Abschluss fragte der Direktor Vertrieb und Händlernetzentwicklung von Chevrolet Deutschland, Steffen Raschig (BFC-Jahrgang 1993): „Steckt nicht in jedem Tag ein bisschen Calw“ Er definierte drei Erfolgsfaktoren für das Berufsleben: Empathie, also die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinversetzen zu können; zweitens immer authentisch zu sein und zu bleiben und drittens den unabdingbaren Willen, einmal gesteckte Ziele auch zu erreichen.
Neben den Vorträgen kam aber der persönliche Austausch unter den Absolventen nicht zu kurz. BFC-Geschäftsführer Alfred E. Dosch als Organisator der Veranstaltung hatte dafür gesorgt, dass in den Abendstunden die Geselligkeit gepflegt werden konnte. „Weißt du noch damals ...“ begann so manches Gespräch zu vorgerückter Stunde.
(ID:231384)