Bilstein: Mobiler Fahrwerktester entlarvt Stoßdämpferdefekte
Das Ergebnis eines Stoßdämpfertests kann Werkstätten helfen, Schäden an Stoßdämpfern zu entdecken und die Bedeutung eines Austauschs beim Kunden hervorzuheben.
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„Defekte Stoßdämpfer: Ist das schlimm?“ Zahlreichen Autofahrern dürften die Folgen schadhafter Dämpfer kaum bewusst sein. Der mobile Fahrwerktester von Bilstein hilft Werkstätten, Autofahrern die Bedeutung korrekt funktionierender Schwingungstilger zu veranschaulichen. Er deckt Fahrwerksmängel auf und unterstützt die Betriebe bei einer aktiven Stoßdämpfervermarktung. Auch 2013 macht der mobile Prüfstand wieder Station an rund 20 Orten in ganz Deutschland. Kfz-Betriebe können den Tester über ihren regionalen Großhändler anfordern und für eigene Testaktionen nutzen.
Wichtig bei der Überprüfung sind weniger die gemessenen Absolutwerte als vielmehr das Feststellen von Dämpfungsunterschieden zwischen linker und rechter Seite der Fahrzeugachse. Getestet wird auf der sogenannten „Rüttelplatte“, einem Prüfstand nach dem Resonanzverfahren, der Bodenhaftungswert jeweils an der Vorder- und Hinterachse. Laut Bilstein wies bei einer Testreihe mit mehr 500 Tests im Jahr 2012 jedes vierte Fahrzeug eine Bodenhaftungsdifferenz von mehr als 20 Prozent aus, was auf einen Fahrwerkdefekt hindeutete.
Wer prüft, der bleibt
Bereits bei einem Differenzwert von 15 Prozent sollten Werkstätten die Ursache des Dämpfkraftverlusts untersuchen. Ob dafür Stoßdämpfer oder andere Fahrwerkkomponenten verantwortlich sind, kann laut Bilstein nur eine Sichtprüfung klären. Das Ennepetaler Unternehmen betont, dass unabhängig vom Einsatz eines Fahrwerkstesters die Entdeckung relevanter Schäden gar nicht schwierig sei. „Es ist wichtig, das Bewusstsein für die regelmäßigen Überprüfungen in den Werkstätten zu schärfen. Zudem sind die regelmäßigen Fahrwerkchecks, verbunden mit kompetenter Beratung, wichtige Elemente der Kundenbindung“, erklärt Rainer Popiol, Leiter Schulung und Training bei Bilstein.
Neben dem Ölaustritt liefern Anschlagpuffer und Schutzrohre Indizien für fehlerhafte Dämpfer. Auch eine Probefahrt oder eben der Einsatz des Fahrwerktesters seien weitere hilfreiche Methoden, um Schäden aufzudecken. Laut Bilstein können defekte Stoßdämpfer einen bis zu 20 Prozent längeren Bremsweg verursachen. Hinzu kommen früher einsetzendes Aquaplaning, mangelnde Bodenhaftung und erhöhte Schleudergefahr in Kurven oder bei Ausweichmanövern. Zudem verschleißen Radaufhängungen, Radlager, Federn und Lenkungen frühzeitiger.
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