Bitburger Holding kauft Werkzeughersteller Wera

Autor Christoph Seyerlein

Der bisherige Eigentümer des Werkzeugspezialisten hatte aus Altersgründen einen Nachfolger gesucht. Nun steigt ein bislang branchenfremdes Unternehmen ein, das vor allem für sein Bier bekannt ist.

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Wera kann nicht nur Schraubenzieher. Auch ein zum neuen Gesellschafter passendes Gerät hat der Werkzeugspezialist im Sortiment.
Wera kann nicht nur Schraubenzieher. Auch ein zum neuen Gesellschafter passendes Gerät hat der Werkzeugspezialist im Sortiment.
(Bild: Seyerlein / »kfz-betrieb«)

Die Bitburger Holding übernimmt im Herbst den Wuppertaler Werkzeughersteller Wera. Wie der Werkzeugspezialist mitteilte, wird künftig die Unternehmerfamilie Simon, die hinter Bitburger steht, als Gesellschafter von Wera auftreten – sofern das Bundeskartellamt die Übernahme genehmigt.

Weras bisheriger Eigentümer hatte aus Altersgründen nach einem Nachfolger gesucht. Mit der vor allem für seine Braugruppe bekannten Bitburger Holding scheint dieser nun gefunden. „Für unsere Mitarbeiter und die tägliche Arbeit ändert sich dadurch nichts, wir arbeiten im Grunde eigenständig weiter“, sagte eine Wera-Sprecher auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Vielmehr freue man sich auf die Zusammenarbeit mit Bitburger, teilte Geschäftsführer Martin Strauch mit.

Bitburger investiert seit einigen Jahren aktiv in Unternehmen fernab des Kerngeschäfts mit der Brauerei. Beispielsweise stieg die Holding 2010 beim Spielwaren- und Kinderbekleidungshersteller Sterntaler ein und ist an der Dürr Dental AG aus Bietigheim-Bissingen beteiligt, einem Hersteller für Digitale Diagnostik und Druckluft-Systeme aus dem Bereich Hygiene.

Mit der Übernahme von Wera erweitert die Bitburger Holding nun ihr Portfolio. Der Werkzeugspezialist beschäftigt rund 750 Mitarbeiter. Die Produktion von Schraubenziehern, Winkelschlüsseln, Knarren und Spezialwerkzeugen ist im tschechischen Bystrice angesiedelt, der Haupt- und Verwaltungssitz ist Wuppertal. Der Jahresumsatz von Wera soll Medienberichten zufolge bei gut 80 Millionen Euro liegen, genaue Angaben wollte der Wera-Sprecher auf Nachfrage dazu aber nicht machen.

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