BIX: Branche hat Hoffnung trotz Umsatzeinbußen

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Was wird ausgesagt?

Ziel der BIX-Befragung war und ist, die aktuelle Stimmung der zwei Befragungsgruppen – markengebundene Autohäuser und freie Kfz-Betriebe – mit einer Zahl abzubilden. Der Wert 100 dient beiden Kurven – wie bei vielen anderen Indizes – als Basiswert, sodass die zeitliche Entwicklung darstellbar wird. So sagt ein Indexwert von 120 aus, dass der Wert seit dem Basiszeitpunkt um 20 Prozent gestiegen ist. Das bedeutet im Fall des BIX, dass die Summe der befragten Kfz-Unternehmer die Gesamtsituation besser bewertet als zum definierten Ausgangszeitpunkt.

Wie wird berechnet?

In den Branchenindex fließen gleich gewichtet die Bewertung der aktuellen Lage des eigenen Unternehmens sowie die Erwartung der Befragten hinsichtlich des Folgemonats der Befragung ein. Berücksichtigt werden dabei – auch hier jeweils gleich gewichtet – die Einschätzungen zu den Geschäftsfeldern Neuwagen, Gebrauchtwagen und Werkstatt. Branchenrisiken und Chancen wirken sich also voll auf die Kursentwicklung der jeweiligen BIX-Kurve aus. Aus all diesen Faktoren ergibt sich der Indexwert, wobei ein Wert von 100 eine befriedigende Stimmung in der Branche abbildet. Unter- oder überschreitet der Wert die 100er-Marke, verschlechtert oder verbessert sich die allgemeine Stimmungslage der beiden Befragungsgruppen. Vereinfacht gesagt:

  • BIX > 100: Stimmung schlecht,
  • BIX = 100: Stimmung befriedigend,
  • BIX < 100 Stimmung gut.

Wer wird befragt?

Die Stichprobe umfasst jeden Monat 200 Betriebe, die in Form von Kurzinterviews telefonisch befragt werden. Darunter sind jeweils 100 Marken- und 100 freie Kfz-Betriebe. Die Unternehmensgröße variiert hinsichtlich der Mitarbeiter zwischen fünf und über 30 Personen sowie hinsichtlich des Umsatzes zwischen 250.000 und über 13 Millionen Euro. Die Unternehmen sind repräsentativ für die deutsche Kfz-Branche ausgewählt. Das heißt, sie spiegeln die tatsächlichen Verhältnisse im Markt wider und liefern dadurch ein valides Stimmungsbild.

Die Gruppe der Markenbetriebe teilt sich in 60 Autohändler deutscher Fabrikate – darunter 40 VW-, Opel-, Ford- sowie 20 BMW-, Mercedes- und Audi-Partner – und 40 Autohäuser von Importeursfabrikaten auf. Darunter sind 25 Händler europäischer und 15 asiatischer Marken. Die 100 freien Servicebetriebe gliedern sich in 70 Kfz-Werkstätten, zehn Karosserie- und zehn Lackbetriebe sowie fünf Elektrik- und fünf Fast-Fit-Betriebe. Zusätzlich wird unterschieden, ob ein Unternehmen einem Werkstattkonzept angehört oder nicht. Die Befragung erfolgt über alle Bundesländer hinweg.

Was wird gefragt?

Die monatlich durchgeführten Telefoninterviews bestehen stets aus einem festen Fragenteil, der sich mit der Beurteilung der aktuellen Situation des eigenen Betriebs und der gesamten Branche beschäftigt. Außerdem mit der Umsatzentwicklung der einzelnen Geschäftsfelder (Neuwagen-, Gebrauchtwagen- und Servicegeschäft) im vergangenen Monat im Vergleich zum Vorjahresmonat und der Umsatzerwartung für den nächsten Monat sowie dem Auslastungsgrad der Werkstatt und den Vorlaufzeiten für einen Servicetermin. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Betriebsinhaber in einem variablen Teil zu relevanten Themen zu befragen, wie zur WLTP-Problematik, der Elektromobilität, zu HU-Prüfmitteln oder den Vertriebsverträgen.

Seit 2018 beschäftigt sich der „Digital-BIX“ quartalsweise mit Themen rund um die Digitalisierung der Betriebe – angefangen beim Leistungsspektrum auf der Unternehmenswebsite über die Nutzung von digitalen Kanälen bis hin zu den einzelnen Unternehmensbereichen. Auch hier besteht die Befragung aus einem festen – um eine Vergleichbarkeit zu schaffen – und einem variablen Fragenteil.

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