Fahrassistenz und -sicherheit BMW erhebt Bilddaten aus Kundenfahrzeugen

Von Silvia Lulei 2 min Lesedauer

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Am 1. April startet die BMW Group mit der Auswertung von Bild- und Fahrzeugsensordaten aus Kundenfahrzeugen. Möglich ist dies zunächst im iX3 und i3, den ersten Modellen der Neuen Klasse von BMW.

Der neue BMW iX3 50 xDrive ermöglicht automatisiertes Fahren mit dem BMW Autobahnassistenten. Ab 1.4.2026 können – sofern der Kunde zustimmt – Daten ereignisbezogener Verkehrssituationen erhoben werden, um Assistenzsysteme zu verbessern.(Bild:  Uwe Fischer)
Der neue BMW iX3 50 xDrive ermöglicht automatisiertes Fahren mit dem BMW Autobahnassistenten. Ab 1.4.2026 können – sofern der Kunde zustimmt – Daten ereignisbezogener Verkehrssituationen erhoben werden, um Assistenzsysteme zu verbessern.
(Bild: Uwe Fischer)

Der neue BMW iX3, der neue i3 und alle weiteren Modelle der Neuen Klasse bei BMW können Umfeldvideodaten erfassen. Ab dem 1. April 2026 startet die BMW Group in Deutschland damit, solche Bilddaten zu erheben. Der Hersteller verspricht sich daraus einen großen Mehrwert für die Verbesserung von Assistenzsystemen.

Die Voraussetzung zur Nutzung der Bilddaten ist die Einwilligungserklärung der Kunden unter Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Vorgaben. Die Datenerhebung soll schrittweise auf sämtliche Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums ausgeweitet werden und fließt in Form von Softwareupdates „over the air“ wieder an die Kunden zurück.

Für die Weiterentwicklung moderner Fahrerassistenz- und aktiver Sicherheitssysteme konzentrieren sich die Entwickler der BMW Group auf ereignisbezogene Verkehrssituationen, in denen diese Systeme einen besonders hohen Nutzen entfalten können. Dazu zählen beispielsweise durch Assistenzsysteme verhinderte Kollisionen bei Autobahn-Spurwechseln, das Eingreifen des Notbremsassistenten, eine starke manuelle Bremsung oder ein plötzliches Ausweichmanöver. In diesen Situationen werden gezielt Sensor- und Bilddaten erfasst, die für das Verständnis der Situation und die weitere Optimierung der Systeme relevant sind. Dazu gehören Aufnahmen der Fahrzeugumgebung durch die Außenkameras, Daten der Umfeldsensorik sowie fahrdynamische Informationen wie Geschwindigkeit, Fahrtrichtung oder Lenkwinkel.

Über den gesamten Datenerfassungs- und Datennutzungsprozess hat die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben höchste Priorität. Die BMW Group informiert darüber auf einer neuen Webseite mit den entsprechenden Datenschutzhinweisen.

Für die Datenverarbeitung hat die BMW Group sogenannte „privacy-by-design“-Maßnahmen umgesetzt, um die Datenschutzrechte der möglicherweise erfassten Personen und der Fahrzeugnutzer zu schützen: Soweit technisch möglich werden in Bilddaten enthaltene Gesichter und Kennzeichen anderer Verkehrsteilnehmer bereits im Fahrzeug vor der Übermittlung an das BMW IT-Backend unkenntlich gemacht. In keinem Fall nehmen BMW-Systeme eine Identifikation individueller Verkehrsteilnehmer vor. Durch automatisierte Löschung der Fahrzeugidentifikationsnummer unmittelbar nach der Übertragung in das BMW IT-Backend ist zudem eine Zuordnung der Daten zu einem spezifischen Fahrzeug nicht mehr möglich.

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