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BMW-Gewinn bricht im ersten Quartal um 80 Prozent ein

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In Europa lastet weiter ein hoher Preisdruck auf dem gesättigten Markt. Einige Konkurrenten auch aus dem Premiumsegment wie zum Beispiel Audi haben weiter mit der Einführung des Abgas- und Verbrauchsprüftests WLTP zu kämpfen und konnten auch im ersten Quartal noch nicht alle Modelle liefern. Das hatte bereits im vergangenen Jahr zu höheren Rabatten und Verwerfungen am Markt geführt.

Wechselkurse und höhere Rohstoffpreise kosteten BMW im ersten Quartal einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag, sagte Finanzchef Peter in einer Telefonkonferenz. Im Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun hier aber nicht mehr mit einem hohen dreistelligen Millionenbetrag, sondern nur noch mit bis zu 600 bis 650 Millionen Euro Belastung.

Hohe Investitionen in Elektromobilität

BMW gibt derzeit viel Geld aus, um Elektroantriebe zu entwickeln, diese in neuen Modellen auf die Straße zu bringen und damit letztlich Strafen der EU-Kommission für zu hohe CO2-Abgase zu vermeiden. Die Kosten für Forschung und Entwicklung kletterten zu Jahresbeginn um mehr als 8 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Wenn die verschärften Abgasregeln im Jahr 2021 erstmals richtig greifen, will BMW fünf vollelektrische Autos im Programm haben. 2025 sollen es dann zwölf sein. Inklusive der aufladbaren Mischantriebe – Plug-in-Hybride genannt – soll das Angebot dann mindestens 25 Elektromodelle umfassen.

Weil das alles viel Geld kostet, spart BMW an vielen Ecken und Enden. Der Konzern peilt bis Ende 2022 zusammengenommen 12 Milliarden Euro Einsparungen an. Ab 2021 sollen mit den flexiblen Produktionslinien für Elektro- und Verbrennungsmotoren bis zu 50 Prozent der heutigen Antriebsvarianten entfallen, sagte Krüger. Die Fahrzeugentwicklung soll stärker mithilfe von Simulationen arbeiten und um bis zu ein Drittel schneller werden. Die Zahl der Mitarbeiter soll zunächst auf dem Niveau des Vorjahres bleiben.

Der Umsatz auf Konzernebene ging um 0,9 Prozent auf 22,5 Milliarden Euro zurück, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 589 Millionen Euro knapp 80 Prozent niedriger. Deutlich besser als im Vorjahreszeitraum lief es in der Sparte mit Finanzdienstleistungen rund um den Autoverkauf sowie in der Motorradsparte, die allerdings nur einen kleinen Beitrag zum operativen Gewinn liefert. Unter dem Strich verdiente BMW mit 588 Millionen Euro nur noch rund ein Viertel des Überschusses aus dem Vorjahreszeitraum.

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