Jahresprognose 2024 BMW Group rechnet mit deutlichem Rückgang

Von Silvia Lulei 2 min Lesedauer

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Der Rückruf wegen des integrierten Bremssystems schlägt bei BMW gehörig ins Kontor: Es drohen Kosten in hoher dreistelliger Millionenhöhe. Daraufhin korrigierte der Vorstand der BMW AG die Jahresprognose 2024 nach unten.

Das dritte Quartal wird happig für BMW: Rückruf, Auslieferungssperren und eine Nachfragekrise in China sorgen für eine Korrektur der Jahresprognose 2024.(Bild:  BMW Group)
Das dritte Quartal wird happig für BMW: Rückruf, Auslieferungssperren und eine Nachfragekrise in China sorgen für eine Korrektur der Jahresprognose 2024.
(Bild: BMW Group)

Der Vorstand der BMW AG hat die Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2024 angepasst. Dafür gibt es zwei Auslöser: Zum einen sind im dritten Quartal Gewährleistungskosten in dreistelliger Millionenhöhe wegen der Rückrufe in Zusammenhang mit dem zugelieferten integrierten Bremssystem (IBS) zu erwarten. Von dem Rückruf sind über 1,5 Millionen Fahrzeuge betroffen. Darüber hinaus führen Auslieferungssperren wegen des IBS weltweit zu negativen Absatzeffekten im zweiten Halbjahr. Der zweite Auslöser ist die weiterhin gedämpfte Nachfrage in China; trotz Stützungsmaßnahmen der Regierung hält die Kaufzurückhaltung weiter an.

Auf Basis dieser Entwicklungen im Segment Automobile passt die BMW Group ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2024 wie folgt an:

  • Bei den Auslieferungen an Kunden wird ein leichter Rückgang gegenüber Vorjahr erwartet (vorher: leichter Anstieg).
  • Die Prognose für die EBIT-Marge 2024 wird von 8 bis 10 Prozent auf 6 bis 7 Prozent korrigiert.
  • Der Return on Capital Employed (RoCE = Gesamtkapitalrentabilität) wird von 15 bis 20 Prozent auf 11 bis 13 Prozent korrigiert.
  • Der Free-Cash-Flow im Segment Automobile im Gesamtjahr 2024 wird auf mehr als vier Milliarden Euro geschätzt.

Die BMW Group rechnet damit, dass das dritte Quartal von den beschriebenen Ergebnis- und Bestandseffekten nach jetzigem Stand deutlich stärker betroffen sein wird als das Abschlussquartal.

Im Segment Motorräder besteht in den Kernmärkten (u. a. auch China und USA) eine angespannte Markt- und Wettbewerbssituation, die sich auf Absatzvolumen und Preisniveau auswirken wird. Daher werden die Auslieferungen an Kunden nun auf Vorjahresniveau erwartet; ursprünglich war man von einem leichten Anstieg ausgegangen. Die EBIT-Marge wird für 2024 in einem Korridor von 6 bis 7 Prozent erwartet (vorher: 8 bis 10 Prozent) und der RoCe zwischen 14 und 16 Prozent (vorher: 21 bis 26 Prozent).

Für das Konzernergebnis vor Steuern rechnet die BMW Group nun mit einem deutlichen Rückgang. Vorher ist man von einem leichten Rückgang ausgegangen.

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