Bremsen-Rückruf BMW Dingolfing steht still

Von Claus-Peter Köth 1 min Lesedauer

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Der Rückruf bei BMW trifft auch das Werk Dingolfing. Seit gestern stehen hier die Bänder still. Am Dienstag soll der Betrieb wieder anlaufen – unter einer Voraussetzung.

Produktion des BMW-5er-Touring im Werk Dingolfing: seit gestern stehen die Bänder wegen eines Bremsen-Rückrufs still.(Bild:  Tom Kirkpatrick/BMW AG)
Produktion des BMW-5er-Touring im Werk Dingolfing: seit gestern stehen die Bänder wegen eines Bremsen-Rückrufs still.
(Bild: Tom Kirkpatrick/BMW AG)

Seit dem Ende der Frühschicht am Donnerstag stehen im BMW-Werk in Dingolfing die Bänder still. Für 2,5 Werktage soll in Dingolfing nicht mehr produziert werden, wie ein Firmensprecher dem Bayerischen Rundfunk bestätigt hat. Laut Plan soll die Produktion am kommenden Dienstagmorgen wieder hochgefahren werden. Vorausgesetzt, das technische Problem mit dem Bremssystem des Zulieferers Continental sei dann gelöst, fügte der Firmensprecher hinzu. Man brauche natürlich einwandfreie Komponenten, um fehlerfreie Autos zu bauen.

Bereits jetzt stehen schon zahlreiche produzierte Neuwagen bei BMW, die aufgrund des mangelhaften Bremssystems nicht ausgeliefert werden können. Die Rede ist von mehr als 300.000 Einheiten. Die Abstellflächen seien voll, heißt es in Unternehmenskreisen.

Dem Lieferanten Continental zufolge muss zwar nur ein geringer Anteil der Bremsen ausgetauscht werden, es müssten aber alle überprüft werden.

Von dem Produktionstopp in Dingolfing sind 12.000 Mitarbeiter betroffen. Über Arbeitszeitkonten und flexible Gleitzeitregelungen werde der Stillstand aufgefangen, heißt es. Auch mit solch kurzfristigen Produktionsanpassungen wisse man umzugehen, da funktioniere die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat im Werk gut, sagte der Sprecher.

Hintergrund

Am Dienstag (10.9.) war bekannt geworden, dass bei BMW insgesamt 1,5 Millionen Autos zurückgerufen werden müssen. Die Aktion steht in Zusammenhang mit dem von Continental zugelieferten integrierten Bremssystem, kurz IBS. Allerdings seien bereits etwa 1,2 Millionen Einheiten an die Kunden übergeben worden. BMW schraubte daraufhin seine Gewinnprognose für das laufende Jahr zurück. Auch der Aktienkurs sank spürbar.

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