BMW-Tochter Alphabet baut Wasserstoff-Flotte auf – mit Hilfe von Toyota

Autor Christoph Seyerlein

Alphabet versorgt Flottenkunden künftig auch mit Wasserstoffautos. Da Konzernmutter BMW kein Brennstoffzellenmodell im Portfolio hat, bedient sich der Mobilitätsanbieter bei Toyota und kauft 30 Mirai-Einheiten.

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Der Mirai ist Toyotas erstes Serien-Brennstoffzellen-Auto.
Der Mirai ist Toyotas erstes Serien-Brennstoffzellen-Auto.
(Bild: Toyota)

Flottenanbieter Alphabet setzt auf Wasserstoff. Wie das Unternehmen kürzlich mitteilte, kommen ab Ende 2017 insgesamt 30 Toyota Mirai in den Flotten mehrerer Großkunden zum Einsatz – insbesondere als Dienst- und Poolfahrzeuge. Dabei dürfte es sich um die bislang größte Mirai-Bestellung handeln, die bislang bei Toyota aus Deutschland eingegangen ist.

Pikant dabei: Alphabet ist eine Tochter von BMW. Da die Münchner bislang aber kein Wasserstoffauto auf dem Markt haben, blieb für Alphabet nur der Griff zu einem Modell einer anderen Marke.

Toyota Mirai: Voll auf Wasserstoff

Für Ärger dürfte der Einkauf bei Toyota in München aber nicht führen. Zwar spricht das Unternehmen, das verschiedene Mobilitätslösungen für Gewerbe-Kunden anbietet, auf seiner Webseite davon, Partnern „einfach und effizient Zugang zu Premium-Fahrzeugen der BMW Group“ zu verschaffen. Tim Beltermann, Vertriebs- und Marketingleiter von Alphabet, betonte im Gespräch mit »kfz-betrieb« im Juni 2017 aber auch: „Wir sind zwar eine Tochter der BMW Group, agieren aber herstellerunabhängig.“

Beltermann sprach nun in der Unternehmens-Mitteilung davon, dass es für Alphabet eine Weiterentwicklung auf dem Feld der alternativen Antriebe darstelle, nun auch Brennstoffzellen-Autos anbieten zu können. Und weiter: „Die Brennstoffzellentechnologie ist ein weiterer Schritt, um Unternehmensflotten fit für die Mobilitätsanforderungen von morgen zu machen.“

Eine wichtige Rolle dürften bei der Entscheidung aber auch finanzielle Aspekte gespielt haben: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert das Projekt laut Alphabet im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit mehr als 500.000 Euro.

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