BMW verkauft 2016 so viele Fahrzeuge wie noch nie

Autor Andreas Wehner

Der Autobauer legte im vergangenen Jahr beim Absatz um 5,3 Prozent auf über 2 Millionen Auslieferungen zu. Neben viel Licht gab es aber auch Schatten in der Absatzbilanz der Münchner.

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(Foto: Wehner)

Der BMW-Konzern hat 2016 seinen sechsten Absatzrekord in Folge verbucht. Der Autobauer verkaufte im vergangenen Jahr weltweit 2,368 Millionen Fahrzeuge seiner Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. Das entspricht einem Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015. „Mit dem Ausbau unserer Modellpalette haben wir auch unseren Absatz gesteigert und damit das Jahr 2016 zu unserem bislang erfolgreichsten gemacht“, sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson.

Allein die Kernmarke BMW steigerte ihre Verkäufe um 5,2 Prozent auf einen Rekordwert von 2,003 Millionen Autos. Die Krone im Premiumsegment mussten die Münchner allerdings dennoch abgeben. Mercedes-Benz legte im abgelaufenen Jahr deutlich stärker zu und verkaufte mit 2,084 Millionen Fahrzeugen rund 80.000 Einheiten mehr als BMW. Der Ingolstädter Konkurrent Audi konnte dagegen nicht mithalten und landete im Wettbewerb der Premiumhersteller mit 1,871 Millionen Auslieferungen abgeschlagen auf Rang drei.

Ein Drittel der BMW-Auslieferungen waren SUVs

Haupttreiber des Wachstums waren die SUV-Modelle. Eines von drei verkauften BMW-Fahrzeugen war ein X-Modell. 2016 lieferte BMW insgesamt 645.000 SUVS aus, was einer Zunahme um 22,3 Prozent gegenüber 2015 entsprach. Auch die 2er-Baureihe, die zuletzt um die beiden Vans Active Tourer und Gran Tourer erweitert worden war, legte mit plus 24,8 Prozent deutlich zu (196.000 Einheiten).

Auch Mini verkaufte so viele Fahrzeuge wie noch nie. 360.000 Auslieferungen entsprechen einem Plus von 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wachstumstreiber bei der Kleinwagenmarke waren das Cabriolet und der Clubman. Für das laufende Jahr rechnet der für Mini zuständige BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer mit einem noch stärkeren Absatzwachstum, auch wegen der Neuauflage des Countryman, der als erstes Mini-Modell auch als Plug-in-Hybrid auf den Markt kommt.

Mini Countryman: Der Allergrößte
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Insgesamt bietet BMW mit dem Countryman und dem neuen 5er ab diesem Jahr neun elektrifizierte Modelle an. Der Absatz der Plug-in-Hybrid- und Elektro-Fahrzeuge des Konzerns soll 2017 auf über 100.000 steigen. 2016 lieferte der Autobauer 62.000 elektrifizierte Autos aus.

Amerika-Absatz deutlich im Minus

In Europa übertraf der Absatz von BMW und Mini erstmals die Marke von einer Million verkauften Fahrzeugen. 1,091 Auslieferungen bedeuteten ein Plus von 9,2 Prozent. Auch in Asien verbuchte der Konzern ein starkes Wachstum und legte um 9 Prozent auf 746.000 Einheiten zu. In Amerika dagegen waren die Verkäufe um 7,2 Prozent rückläufig. Dort gingen nur 459.000 BMW- und Mini-Fahrzeuge an die Kunden.

Die Luxus-Marke Rolls-Royce steigerte ihre Verkäufe im vergangenen Jahr um 6 Prozent auf 4.011 Fahrzeuge. Damit kam die britische Tochter nicht ganz an die Rekordzahlen des Jahres 2014 heran, als Rolls-Royce weltweit 4.063 Einheiten abgesetzt hatte.

Auch für BMW Motorrad war 2016 ein Rekordjahr. Der Jahresabsatz legte mit insgesamt 145.000 ausgelieferten Motorrädern und Maxi-Scootern um 5,9 Prozent zu. Als Teil ihren neuen Strategie erweitert die Zweirad-Tochter ihre Modellpalette und will bis 2020 jährlich 200.000 Einheiten absetzen.

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