Borg-Warner lädt den Rekord-Diesel
Der stärkste Selbstzünder von BMW besitzt eine zweistufige Aufladung inklusive variabler Turbinengeometrie von Borg-Warner. Diese Technikkombination sorgt für beeindruckende Leistungswerte.
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Nur wenige Hersteller setzen so stark auf Downsizing wie BMW. Kompakte Motoren mit weniger Hubraum und geringerer Zylinderzahl lösen die schwere Technik früherer Tage ab – ein Beispiel ist der BMW 740d, in dem nun ein Dreiliter-Sechszylinder statt eines Vierliter-V8 arbeitet.
Damit das Downsizing keinen Leistungsverlust nach sich zieht, ist ausgeklügelte Aufladetechnik nötig. Borg-Warner hat erstmals die zweistufige, geregelte Aufladung R2S für den Serieneinsatz im BMW 740d mit der variablen Turbinengeometrie (VTG) kombiniert. Damit beatmen zwei in Reihe geschaltete Abgasturbolader die Brennräume des stärksten Sechszylinder-Dieselmotors von BMW.
Das Aufladesystem besteht aus einem größeren Abgasturbolader, der Niederdruckstufe K26, und einem kleinen ATL, der Hochdruckstufe BV40 VTG. Für die präzise und schnelle Verstellung der Leitschaufel sorgt der elektrische Steller, der den Leitapparat der Turbine den jeweiligen Erfordernissen anpasst.
Hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen
Bei niedrigen Drehzahlen sorgt der VTG-Turbolader für ein schnelles Ansprechen des Motors. Bei ansteigender Drehzahl übernimmt der K26-Lader zunehmend die Arbeit und löst die VTG ab. Daraus resultiert ein fülliger Drehmomentverlauf über den gesamten Drehzahlbereich, der hervorragende Dynamik- und Leistungswerte möglich macht.
So steht bereits bei 1500 min-1 das maximale Drehmoment von 600 Newtonmetern zur Verfügung. Der Euro-5-Motor erreicht eine Höchstleistung von 225 kW/306 PS bei 4.400 min-1. Im Vergleich zum Vorgängermotor stieg die Leistung um 15 kW/20 PS, während der Kraftstoffverbrauch laut Borg-Warner um durchschnittlich vier Prozent sank. Der BMW 740d beschleunigt in 6,3 Sekunden von null auf 100 km und benötigt lediglich 6,9 Liter je 100 Kilometer.
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