Bosch baut ESP-Möglichkeiten aus

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Mit dem ESP Plus macht Bosch nach eigenen Angaben eine Vielzahl neuer Sicherheits- und Assistenzfunktionen möglich.

ESP 9 Plus: Entwickelt für Fahrzeuge mit neuen Assistenzsystemen.
ESP 9 Plus: Entwickelt für Fahrzeuge mit neuen Assistenzsystemen.
(Foto: Bosch)

Bosch hat eine neue Ausbaustufe seines ESP-Sicherheitssystems in die Serienfertigung überführt. Die Generation 9, Ausführung Plus soll über den Schleuderschutz hinaus eine Vielzahl zusätzlicher Sicherheits- und Assistenzfunktionen darstellen können, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Damit bietet Bosch das ESP 9 in insgesamt drei Versionen an: Die Basisversion bietet den vollen Schleuderschutz, ihre Sensoren zur Messung der Drehrate und der Querbeschleunigung lassen sich in die Elektronik des Steuergeräts integrieren. Das neue ESP Plus kann mit einer exakteren Ansteuerung der Rückförderpumpe, hochdichten Druckregelventilen sowie zwei zusätzlichen Drucksensoren den Bremsdruck laut Bosch auch bei kleinsten Bremseingriffen exakt regeln. Dies ist insbesondere für Komfortfunktionen wie der adaptiven Geschwindigkeits- und Abstandsregelung Adaptive Cruise Control (ACC) wichtig. Spitzenmodell ist das ESP Premium, das die fortschrittlichsten Komfortsysteme ermöglicht. Diese Version hat eine Rückförderpumpe mit sechs Kolben, die den Druck besonders schnell und gleichmäßig aufbaut – und das nahezu vibrations- und geräuschfrei.

Fahrzeug fährt selbst wieder an

Für den ersten Serieneinsatz der neuen Variante mit einem nicht genannten Automobilhersteller hat Bosch ein AAC inklusive Stop&Go-Funktion realisiert. Hierfür liefern die Stuttgarter neben dem ESP Plus auch den Radarsensor LRR3. Die Funktion bremst bei stockendem Verkehr selbsttätig bis zum Stillstand und fährt bei kurzer Haltezeit auch automatisch wieder an. Steht das Fahrzeug länger, reicht ein kurzes Antippen des Gaspedals, um das Fahrzeug wieder in Gang zu setzen.

Insgesamt hat Bosch bei der Entwicklung der neunten ESP-Generation besonderen Wert auf die Skalierbarkeit gelegt. Durch den modularen Aufbau von Hardware und Software lassen sich auf Basis einer Konstruktion verschiedene Varianten auf einfache Weise realisieren. Das ist umso wichtiger, als bereits seit November 2011 alle neu homologierten Fahrzeuge bis hin zum Kleinstwagen mit ESP ausgerüstet sein müssen. Ab November 2014 gilt diese EU-Regelung für alle Neuwagen.

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