Bosch-Praxistipp: Bremsflüssigkeitswechsel

Redakteur: Steffen Dominsky

Bei Fahrzeugen mit ABS/ESP werden bei einem gewöhnlichen Bremsflüssigkeitswechsel Teile des Systems nicht vollständig gespült. Um dies zu verhindern, müssen verschiedene Stellglieder mittels Diagnosetester angesteuert werden.

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Bei Fahrzeugen ohne ABS kann ein Bremsflüssigkeitswechsel problemlos ohne Einsatz elektronischer Hilfen durchgeführt werden. Mit Hilfe eines Bremsentlüftungsgerätes werden alle Bereiche des Hydraulikkreislaufes gespült. Bei einem Fahrzeug mit ABS/ESP ist diese Methode nicht ausreichend, da einige Speicherreservoirs und Räume im Hydraulikaggregat unberücksichtigt bleiben. Ein Teil der alten Bremsflüssigkeit bleibt im System und beeinträchtigt erheblich die Qualität der neu eingefüllten Bremsflüssigkeit.

Um dies zu verhindern, müssen verschiedene Stellglieder punktuell und zum richtigen Zeitpunkt angesprochen werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Bremssystem vollständig entlüftet und wieder ordnungsgemäß befüllt wird. Die Diagnosetester aus der KTS-Reihe von Bosch beinhalten spezielle Softwareroutinen für den gesamten Arbeitsablauf und führen dabei zuverlässig durch alle Arbeitsschritte.

Bosch empfiehlt für Fahrzeuge mit ABS und ESP die Bremsflüssigkeit DOT 4 HP. Gerade bei modernen elektronischen Regelsystemen ist eine besonders niedrige Viskosität die Voraussetzung für absolut zuverlässige Systemansprache in Bruchteilen von Sekunden. Alle Bosch-Bremsflüssigkeiten übertreffen die DOT-Standards bei weitem, da die Nass- und Trockensiedepunkte besonders hoch sind. Bosch empfiehlt den Wechsel jährlich, spätestens jedoch alle zwei Jahre, und außerdem die jeweiligen Vorgaben des Fahrzeugherstellers zu beachten.

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