Brambach: „Der Meister-HU gehört die Zukunft“
Der Kfz-Landesverband Baden-Württemberg hat sich für die Meister-HU ausgesprochen. Ihr gehöre die Zukunft, stellte Präsident Harry Brambach klar und bekam Unterstützung von Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle.

„Der Meister-HU im Autohaus gehört die Zukunft“, darin sind sich Kraftfahrzeuggewerbe und der Baden-Württembergische Handwerkstag laut Harry Brambach, dem Präsidenten des Baden-Württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes, und Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle einig. Im Hinblick auf die EU-Harmonisierung der technischen Fahrzeugüberwachung unterstützen sie eine Reform des bisherigen Systems.
„Das ist eine mittelstandsfreundliche Lösung, die den Autobesitzern das Leben einfacher macht und die Werkstätten als Servicedienstleister stärkt“, betont Möhrle. Die angestrebte Meister-HU sieht vor, dass neben dem Vertreter der Prüforganisationen auch Kfz-Meister in der Werkstatt die HU-Prüfplakette vergeben können. Der Bestand der Prüforganisationen werde dadurch nicht gefährdet, da das bestehende System lediglich um eine Option erweitert werde.
Laut einer Studie kommen bereits jetzt drei von vier Autofahrern zur Hauptuntersuchung in die Kfz-Werkstatt, der Rest steuert eine Prüfstelle an. Findet hier der Prüfingenieur Mängel, so müssen diese von einer Werkstatt behoben werden. Weil das Zeit kostet, hat sich mittlerweile das System etabliert, dass die Prüfingenieure in die Werkstatt kommen und dort die Prüfung vornehmen. Da die Technik der Werkstätten allen Anforderungen gerecht wird und die Qualifikation der Beschäftigten denen der amtlich anerkannten Prüfer schon heute weitgehend entspricht, „ist es nur ein logischer Schritt, dass jetzt die Meister-HU eingeführt wird“, so Brambach.
Die Neuregelung der Hauptuntersuchung wird von der EU für 2015 geplant. Derzeit läuft der Beratungsprozess. „Die Meister-HU wäre für Deutschland eine Innovation“, stellt Brambach klar. Dabei soll der bereits vorhandene hohe Standard beibehalten werden. Die Meister-HU einzuführen und die Überwachung der Prüfstützpunkte in die Hände der Innungen zu legen, sei der richtige Weg, um die hohe Qualität der technischen Fahrzeugüberwachung zu sichern: „Die Kraftfahrzeuginnungen können auf Basis ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich hoheitlicher Aufgaben aus dem Management der Abgasuntersuchung auch für die zuverlässige Durchführung der Hauptuntersuchung sorgen.“
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