Branchenausfahrt: Im Revier des Großherzogs
82 Motorräder und 96 Teilnehmer verzeichnete die elfte Motorradtour von »bike und business«, »kfz-betrieb« und »F+K Fahrzeug + Karosserie«. Sie nahmen Ende Juli das Saarland, den Hunsrück, Luxemburg und die Ardennen unter die Räder.

Adrenalin, Emotion und Kurven ohne Ende – das war die Motorradtour 2016 von Vogel Business Media. Wie immer am vorletzten Juli-Wochenende machten sich die automobilen Businessbiker aus Handel, Industrie und Medien auf zu ihrer großen Networking-Ausfahrt. Insgesamt neun Gruppen, aufgeteilt in die Fahrstile sportiv, ambitioniert und Cruisen, nahmen die mäandernden Flusstäler von Mosel, Saar und Sauer unter ihre Räder.
Doch erst mal zurück auf Anfang: Die folgende Bildergalerie dokumentiert den Tourtag Nummer eins. Traditionell fiel der Startschuss der Tour am Donnerstag auf dem Hof des Verlags, der unter anderem »bike und business«, »kfz-betrieb« und »F+K Fahrzeug + Karosserie« publiziert. Ungewöhnlich viele Motorräder, nämlich gut zwei Dutzend sowie drei vierrädrige Begleitfahrzeuge, versammelten sich in Würzburg.
Es hat sich in der Szene herumgesprochen, dass bereits die An- und Rückfahrt eine spektakuläre Routenführung bieten. Das hat wohl auch Karsten Kühn vom Kfz-Sachverständigenbüro Kühn in Nienburg (Weser) mitbekommen. Er war nämlich um drei Uhr in der Früh aufgestanden, um mit seinem Mercedes nebst KTM 690 Duke im Hänger gen Süden zu kariolen. Pünktlich um 9 Uhr stand er dann mit seinem orangefarbenen Streetfighter ready to race in der Pole Position.
Die Cheerleader der Vogel-Event-Abteilung schwenkten die Flagge – und los ging's. Und weil eine »bike und business«-Motorradtour keine »bike und business«-Motorradtour wäre, wenn es nicht auch regnen würde, goss es zwischen Mosbach und Speyer wie aus Kübeln. Doch nach Regen kommt bekanntlich Sonne, welche in der Pfalz reichlich schien und uns am Zielhotel in Losheim am See endgültig verwöhnte. Das Willkommensbier auf der Terrasse des Hochwälder Wohlfühlhotels mit spektakulärem Seepanorama schmeckte so gut wie selten. Die nächste Bildergalerie beinhaltet die Highlights des Tourtags nummer zwei.
Zwei Tiefdruckhexen namens Xaveria und Yvi
Ansonsten wurden die Teilnehmer von den beiden Tiefdruckgebieten Xaveria und Yvi weitestgehend verschont. Gestürmt und gewütet haben die beiden Tiefdruckhexen fast immer nur in der Nacht. Wetterbedingt knifflige Situationen gab es gottlob nur wenige. Lediglich eine umstürzende Tanne touchierte den im selben Moment mit seiner Duke vorbeidüsenden Karsten Kühn am Spiegel.
Eine überschwemmte Ortsdurchfahrt im luxemburgischen Ernztal erinnerte allerdings ein wenig an die Flutkatastrophen im württembergischen Braunsbach und bayerischen Simbach. Und an der Ampel vor der Staumauer des Lac de la Sure musste ein Harley-Pilot nebst Sozia wegen eines rutschigen Mittelstreifens bei niedriger Geschwindigkeit vom Bock absteigen. Das 400-Kilo-Eisen aus Milwaukee fiel um, stellte sich wieder auf und fand – knapp einen halben Meter neben der bereits stehenden Gruppe – seinen Weg in den Straßengraben. Massel gehabt!
Kleine Bikeschrecken
Ansonsten alles wie gehabt: Nur kleinere Blechschäden, aufgeschürfte Knie und kleinere Blessuren. Die „Tiefflieger“ der sportiven Gruppe bremsten rechtzeitig vor einem roten Geisterfahrer-Lkw auf der Landstraße. Dank der hervorragenden Organisation tendiert die Zahl der wirklichen Unfälle auf der Motorradtour weiterhin gegen null. Und das seit elf Jahren. Amtlich verbrieft ist lediglich ein Rippenbruch eines Teilnehmers am fränkischen Schwanberg (2008). Toi, toi, toi – wir klopfen alle auf unsere Tanks!
Die nächste Galerie präsentiert den Tourtag drei, den Luxemburg-Samstag.
Discovering the unexpected Luxembourg
Vor allem „Discovering the unexpected Luxembourg“, so der Werbeslogan der kleinen Nation im Herzen Europas, hatte es den Businessbikern angetan. Die Kehren an Mosel, Our und Sauer nahmen kein Ende, die Fahrt im Müllertal durch die luxemburgische Schweiz mit ihren kolossalen Felsformationen und der hervorragende Asphalt sowie der fast überall vorbildlich installierte Unterplankenschutz brannten sich ins Gedächtnis der Biker ein.
Der gemütliche und kulinarische Stopp im Luxlait-Vitarium mit Königspastete und Penne, sponsored by Luxembourg for Tourism – danke an Lis Lorang – kräftigte die Truppe für das geniale Abschlussfoto auf dem Place de la Guillaume II in Luxembourg-City, im Volksmund „Knuedler“ genannt. Kein geringerer als Michel Turk, Präsident der Luxemburgischen Motorrad-Union und Vize-Präsident der FIM Europe, sorgte für die behördliche Genehmigung, dass Cool and the Bike-Gang mitten im Herzen der verwinkelten Europa-Metropole einen offiziellen Parkplatz direkt vor dem Rathaus erobern durfte. Es folgt die Bildergalerie vom letzten Tourtag, dem Tag Nummer vier: die Rückkehr nach Würzburg.
La KÜSine oder Liebe geht durch den Bikermagen
Unvergesslich auch das Motorrad-Happening vor der Zentrale des treuen Toursponsors KÜS in Losheim am See. Eine so hohe Mopeddichte haben die Headquarters der dynamischen Sachverständigenorganisation noch nicht erlebt. KÜS-Sprecher Hans-Georg Marmit begrüßte freudestrahlend die Zweiradmeute und lud alle Teilnehmer dann noch herzlich zum Abendessen in die La KÜSine zu saarländischen Spezialitäten (absolut sterneverdächtig) und lokalen Bier- und Weinspezialitäten ein. Zwei Shuttle-Busse sorgten dafür, dass die Promillegrenze an diesem denkwürdigen, gemütlichen und lockeren Abend keine Rolle spielte: Lieber Georg, vielen, vielen Dank – das war ein einmaliges kulinarisches Erlebnis mit erlesenen Speisen und Getränken in anregend-lockerer Atmosphäre.
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