Ford-Rückruf Brandgefährliche Kraftstoffinjektoren

Von Niko Ganzer 1 min Lesedauer

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Eine bereits bekannte Aktion für Kuga-Modelle mit dem 1,5-Liter-Dreizylinder findet eine Fortsetzung im kleineren Maßstab. Fehlerhafte Kraftstoffinjektoren könnten Brände im Motorraum verursachen. Ausgetauscht werden sie aber wohl nur im Ausnahmefall.

Ford Kuga (Bild:  Ford)
Ford Kuga
(Bild: Ford)

Ende 2022 wurde ein Rückruf für den Ford Kuga mit dem Dreizylinder-Ottomotor bekannt. Damals mussten hierzulande rund 13.400 Einheiten in die Vertragswerkstatt, weil ein möglicher Riss in der Kraftstoffeinspritzdüse die Brandgefahr erhöhte. Nun gibt es zur Thematik einen neuen Rückruf, der laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) weltweit 5.655 Exemplare betrifft, davon knapp über 1.000 in Deutschland.

Allerdings weist die US-Verkehrssicherheitsbehörde allein in den Vereinigten Staaten eine Stückzahl von 42.652 Einheiten aus, die von der neuen Maßnahme mit dem Herstellerkürzel „24S16“ betroffen ist. Sie setzt sich ungefähr je zur Hälfte zusammen aus dem bei uns nicht erhältlichen Bronco Sport und dem Kuga, der dort unter dem Namen Escape angeboten wird. Probleme bereiten demnach die Hochdruck-Kraftstoffinjektoren, die in Fahrzeugen mit 1,5-Liter-Motoren verbaut sind. Durch Risse könnten große Mengen Sprit austreten und durch eine Abflussöffnung im Zylinderkopf auf heiße Oberflächen des Abgas- oder Turbosystems gelangen.

Das KBA kündigt deshalb die Montage eines zusätzlichen Ablassrohrs in den Zylinderkopf des Motors an. Außerdem erfolgt eine Neuprogrammierung der Motorsteuerungssoftware mit dem Ford-Diagnose- und Reparatursystem (FDRS). Sie soll einen Druckabfall in der Kraftstoffleitung erkennen und dem Piloten über das Kombiinstrument anzeigen und zudem schadhafte Hochdruck-Kraftstoffpumpen deaktivieren, um die Motorleistung zu verringern und die Temperaturen im Motorraum zu senken.

Weist die Einspritzdüse beim Check im Vertragsbetrieb bereits einen Riss auf, wird sie ausgetauscht. Genaue Zeitangaben zur Dauer des Werkstattaufenthalts liegen aus der Ford-Pressestelle noch nicht vor. Das gilt auch für den betroffenen Bauzeitraum, der aber wohl zwischen Ende November 2022 und Mitte Januar 2023 liegt. Wie gemeldet, bezog sich die Vorgängeraktion „22S73“ auf Kuga, die zwischen 1. August 2019 und einschließlich 8. November 2022 im spanischen Werk Valencia vom Band liefen.

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