Brass übernimmt zwei Georg-von-Opel-Standorte
70 der bis vor kurzem noch rund 200 verbliebenen Mitarbeiter der insolventen Autohaus G.V.O. GmbH können aufatmen. Die Brass-Gruppe aus Aschaffenburg baut ihr Opel-Geschäft aus.
Die Brass-Gruppe (Opel, VW, Audi, Skoda, Peugeot und Fiat) hat am Dienstag die beiden ehemaligen G.V.O.-Autohäuser in Aschaffenburg und Neu-Isenburg übernommen. Zudem will sie ab kommenden Sommer 25 Mitarbeiter des G.V.O-Standorts in der Hanauer Landstraße in Frankfurt weiter beschäftigen. Ein Smart-Autohaus der Brass-Gruppe – ebenfalls in der Hanauer Landstraße – übernimmt das dortige Opel-Marktgebiet und wird in Kürze entsprechend umgebaut. Einen Bericht des Online-Portals der „FAZ“ hierzu bestätigte Geschäftsführer Ulrich Brass auf Anfrage dieses Dienstes. Die G.V.O.-Häuser in Eschborn und Würzburg werden demnach vorerst im Insolvenzverfahren weitergeführt. Der Georg-von-Opel-Standort an der Frankfurter Frankenallee musste jedoch bereits schließen.
Die drei von Brass nun hinzugewonnenen Marktgebiete grenzen direkt an das bisherige Opel-Marktgebiet der Gruppe an. Die beiden ehemaligen G.V.O-Betriebe in Aschaffenburg und Neu-Isenburg wurden mit 45 Beschäftigten in die Opel-Vertriebsgesellschaft von Brass integriert und auch bereits entsprechend umbenannt.
Brass baut für 1,4 Millionen um
Das Smart-Geschäft an der Hanauer Landstraße gibt Brass zum 1. April an die Mercedes-Niederlassung Frankfurt/Offenbach ab. Dann soll mit einigen Monaten Umbauzeit die Opel-CI Einzug in die Hausnummer 263 halten. Laut FAZ investiert Brass hierfür 1,4 Millionen Euro. 1.000 Autos sollen künftig an dem neuen Standort jährlich vermarktet werden.
Das traditionsreiche Autohaus Georg von Opel musste als Teil der MAG-Metz-Gruppe, zu der es seit Sommer 2008 gehörte, zum zweiten Mal nach 2006 in ein Insolvenzverfahren gehen. Die G.V.O.-Gruppe beschäftigte an sechs verbliebenen Standorten in Frankfurt, Offenbach, Eschborn, Neu-Isenburg und Würzburg vor kurzem noch über 200 Mitarbeiter. Bevor das Unternehmen vor vier Jahren das erste Mal in finanzielle Schieflage geriet, beschäftigte der Autohandelsbetrieb an 26 Standorten rund 750 Mitarbeiter. Der zuständige Insolvenzverwalter hatte für das Unternehmen inklusive des Betriebs in der Frankenallee im November noch gute Chancen für ein Fortbestehen gesehen.
Die Automobilhandelsgruppe Brass setzte mit bislang 830 Mitarbeitern in 24 Betrieben jährlich rund 400 Millionen Euro um. Das Unternehmen, das auf eine 77-jährige Unternehmensgeschichte zurückblickt, gehört zu den zehn größten Opel-Partnern in Deutschland. Ulrich Brass ist Vorstandsmitglied im Verband Deutscher Opel- und Chevrolet-Händler.
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