Fahrzeugdaten Broschüre als RMI-Nachschlagewerk

Von Doris S. Pfaff 1 min Lesedauer

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Jede Automarke hat einen eigenen Zugang. Eine Übersicht zu den jeweiligen OEM-Herstellerportalen bietet Kfz-Werkstätten die aktualisierte ZDK-Broschüre. Sie listet auch chinesische Hersteller auf.

Um Fahrzeugdaten auslesen und Herstellerinformationen erhalten zu können, benötigen Kfz-Werkstätten die entsprechenden Zugänge.(Bild:  ProMotor)
Um Fahrzeugdaten auslesen und Herstellerinformationen erhalten zu können, benötigen Kfz-Werkstätten die entsprechenden Zugänge.
(Bild: ProMotor)

Um Autos zu reparieren und zu warten, benötigen Werkstätten rechtssicheren Zugang zu herstellerspezifischen Fahrzeugdaten wie Wartungsplänen, Schaltplänen, Diagnose-Infos und Software-Updates. Der unabhängige Aftermarket – von Werkstätten über Sachverständige bis Flottenbetreiber – hängt davon ab, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Hierzu bietet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) mit einer Broschüre Kfz-Betrieben eine Unterstützung: Die Broschüre listet offizielle RMI-Portale (Reparatur- und Wartungsinformationen) aller EU-Hersteller. Für Pkw/Transporter (M1/N1) finden sich Links für BMW, Volkswagen, Tesla oder BYD. Bei Lkw/Bussen (N2/N3, M2/M3) u. a. Mercedes-Benz Trucks, DAF und Volvo. Die Liste enthält auch Links zu Portalen chinesischer Hersteller. Jedoch verfügen noch nicht alle chinesischen Fahrzeughersteller über ein EU- RMI-Portal, so der ZDK.

Die aktualisierte und ergänzte Broschüre soll Transparenz schaffen, damit Kfz-Betriebe bzw. die Werkstattmitarbeiter schnell, herstellerkonformen und rechtssicheren Zugriff auf die erforderlichen Daten erhalten können. Die Kosten für den Zugriff und den Umfang legen die Hersteller jeweils selbst fest.

Rechtliche Basis: Verordnung (EU) 2018/858

Zum Hintergrund: Die EU-Typgenehmigungsverordnung 2018/858 verpflichtet Hersteller, auch unabhängigen bzw. markenungebundenen Kfz-Betrieben diskriminierungsfreien, standardisierten RMI-Zugang zu gewähren. Dazu zählen Reparaturhandbücher, technische Zeichnungen, Programmierdaten, Teilelisten und Einbauhinweise – über internetbasierte Portale zu fairen Konditionen. Beim digitalen Serviceheft (DSR) muss der Basiszugriff laut EU-Vorgaben kostenfrei und ohne Vertragsbindung sein; nur Zusatzdienste dürfen Geld kosten.

ZDK-Mitglieder finden die Broschüre im ZDK-Intranet bzw. Kfz-Betriebe über ihre Innungen und Landesverbände.

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