Brüssel justiert Pkw-EnVKV nach

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Die Vorgaben der Pkw-EnVKV kamen schon viele Autohäuser teuer zu stehen. Nun plant die EU-Kommission wohl Änderungen, berichtete ZDK-Geschäftsführer Ulrich Dilchert auf dem Deutschen Autorechtstag.

Veranstalteten gemeinsam den Deutschen Autorechtstag: (v. re.) Silvia Schattenkirchner (ADAC), Ulrich Dilchert (ZDK) und Ansgar Klein (BVfK).
Veranstalteten gemeinsam den Deutschen Autorechtstag: (v. re.) Silvia Schattenkirchner (ADAC), Ulrich Dilchert (ZDK) und Ansgar Klein (BVfK).
(Foto: Baeuchle)

Brüssel scheint die Auswirkungen der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) neu einzuschätzen und plant nun Änderungen bei den Vorgaben. Der bislang in gedruckter Form notwendige Leitfaden ist wohl bald verzichtbar, es dürfte eine Version im Internet reichen.

Die Ergebnisse der Konsultation, die jüngst in Brüssel stattfand, seien ein Baustein zu endgültigen Evaluierung der Richtlinie, erläuterte ZDK-Geschäftsführer Ulrich Dilchert im Rahmen des 9. Deutschen Autorechtstags, den der ZDK gemeinsam mit dem ADAC und BVfK jüngst auf dem Petersberg bei Bonn veranstaltet hat. Aber: „Es steht noch nicht fest, ob und welche Veränderungen die Richtlinie erfährt.“

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Neben den bereits erwähnten Änderungen beim Leitfaden wurden laut dem ZDK-Geschäftsführer als Ergebnis der Konsultation festgehalten, dass das Label künftig ein Mindestmaß an Vergleichbarkeit in den EU-Mitgliedsstaaten sicherstellen soll.

Auch bei den Werbemaßnahmen sehen die Experten die Notwendigkeit zur Verbesserung. Sie stellten klar, dass den Informationsverpflichtungen in Werbeschriften „eine gewisse Deutlichkeit und Klarheit fehlt“. Der Verband sieht sich bestätigt. „Dies ist auch einer der Hauptkritikpunkte aus Deutschland“, erläuterte Dilchert. Zudem fehlen nach Auffassung der Autoren der Ergebnisstudie auch Regelungen zur Internetwerbung und zu alternativ angetriebenen Fahrzeugen.

Neben Dilchert sprachen zahlreiche weitere Juristen bei Autorechtstag. Karin Milger, Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof (BGH), erläuterte die aktuelle Rechtsprechung zu Autokauf und Leasing. Darüber hinaus moderierten die Veranstaltungsleiter Ansgar Staudinger, Professor an der Universität Bielefeld, und Rechtsanwalt Kurt Reinking auf dem Petersberg zahlreiche weitere Branchenthemen.

Weitere Informationen zum Deutschen Autorechtstag 2016 veröffentlicht »kfz-betrieb« in Ausgabe 16, die am 22. April erscheint.

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