Forderung Bund muss E-Mobilität jetzt durch Verlässlichkeit fördern

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Der ZDK begrüßt das neue Klimaschutzgesetz. Nun müsse endlich die Bundesregierung für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen, fordert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK)

Um Elektroautos für Verbraucher attraktiver zu  machen und den Umstieg vom Verbrenner zu erleichtern, müsse die Bundesregierung verlässliche Rahmenbedingungen bieten und unter anderem die Ladeinfrastruktur schneller ausbauen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Um Elektroautos für Verbraucher attraktiver zu machen und den Umstieg vom Verbrenner zu erleichtern, müsse die Bundesregierung verlässliche Rahmenbedingungen bieten und unter anderem die Ladeinfrastruktur schneller ausbauen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Am Montag hat die Bundesregierung der innerhalb der Koalition umstrittenen Anpassung des Klimaschutzgesetzes zugestimmt. Mit der Reform des Gesetzes sollen bei den Vorgaben zum CO2-Ausstoß die jeweiligen Sektoren nicht einzeln berechnet werden, sondern sektorübergreifend. Insgesamt ist zwar kein höherer CO2-Ausstoß erlaubt, aber künftig kann ein Überschuss zwischen den einzelnen Sektoren ausgeglichen werden.

„Es ist gut, dass das neue Klimaschutzgesetz erlaubt, von der verengten Sektorbetrachtung wegzukommen. Dennoch muss die Elektromobilität im Fokus der Politik bleiben. Die extremen Einbrüche bei den Zulassungszahlen von E-Fahrzeugen im ersten Quartal 2024 sind verheerend, da wir statt 30 Prozent minus eher 30 Prozent plus gegenüber den Vorjahreswerten brauchen, wenn das Ziel von 15 Millionen BEV bis 2030 noch erreichbar sein soll“, sagt ZDK-Präsident Arne Joswig.

Der ZDK appelliert nun erneut an die Bundesregierung, den Hochlauf der Elektromobilität verlässlich und zukunftssicher auszugestalten, auch wenn kein Sofortprogramm mehr durch die geplanten Änderungen des Klimaschutzgesetzes (KSG) erforderlich sein soll, so Joswig.

CO2-Bepreisung im Verkehrssektor beschert hohe Einnahmen

Förderinstrumente sollten umfassend bewertet und überprüft werden. Die Einnahmen durch die CO2-Bepreisung im Verkehrssektor übersteigen um ein Vielfaches die hierfür erforderlichen Finanzmittel. „Schon deswegen verbietet sich jede Diskussion um die weitere Verteuerung von Verbrennern“, so Joswig. Denn wer Verbrennermobilität verteuere, helfe der Elektromobilität nicht, sondern frustriere stattdessen die Menschen. Außerdem würden alte Verbrenner länger im Bestand bleiben, so der ZDK-Präsident.

Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie der erneuerbaren Energien müsse weiter forciert werden. Bidirektionales Laden von E-Fahrzeugen in Kombination mit Solaranlagen und, falls erforderlich, mit einer Wallbox müsse wieder fester Bestand der Förderpolitik werden. „Noch zögern zu viele Kundinnen und Kunden beim Wechsel zur E-Mobilität aus Kostengründen und aus Unsicherheit über die Strompreisentwicklung“, so Joswig weiter.

Im Bericht des Expertenrats für Klimafragen wurde erstmalig gegenüber dem Vorjahr der stärkste Rückgang der Emission um rund zehn Prozent von 750 auf 674 Megatonnen CO2-Äquivalent festgestellt. Seit 1990 ist dies der stärkste prozentuale Rückgang innerhalb eines Jahres. Somit wurde laut Joswig das implizite Ziel für die Gesamtemissionen erreicht. „Von diesem Erfolgskurs darf sich die Bundesregierung nicht abbringen lassen und muss im Verkehrsbereich intelligente Förderungen unter den richtigen Rahmenbedingen schaffen, damit auch der Verkehrssektor 2025 seinen Beitrag zur Zielerreichung leistet“, so Joswig abschließend.

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