Cadillac, Corvette und Hummer vergrößen ihr Händlernetz
Gerard Jansen, Geschäftsführung Cadillac, Corvette, Hummer Europa erklärt: „Wir laufen einen Marathon und keine Sprint!“
Die Geschäftsführung der Marken Cadillac, Corvette und Hummer sieht für 2007 große Chancen. „Wir wollen noch richtig Gas geben – zusammen mit den Händlern“, erklärt Tom Ring, Geschäftsführung Cadillac, Corvette, Hummer Deutschland.
Das Händlernetz stellt sich bisher in einer exklusiven Runde von gerade mal 27 Standorten auf; vornehmlich sind das die Ausstellungshallen der Kroymanns-Gruppe. Bis Ende 2008 möchten die Hersteller an 23 weiteren Stützpunkten verfügbar sein. Noch sei man mit einigen „heißen Kandidaten“ im Gespräch, um die Fahrzeuge flächendeckend in Deutschland anbieten zu können, so Ring. „Die Zusammenarbeit und die damit verbundenen Investitionen müssen für beide Seiten gut und vernünftig sein.“ Das Händlernetz stehe sehr gut da, jetzt müssten die Marken aufgebaut werden.
Kein Sprint
Die Strategie der Importeure ist längerfristig angelegt: „Wir laufen hier einen Marathon und keinen Sprint. Es ist ein langer Weg, den wir gehen“, erläutert Gerard Jansen, Geschäftsführung Cadillac, Corvette, Hummer Europa. Seit 2003 konnten die verkauften Stückzahlen in jedem Jahr gesteigert werden; dieser Trend soll auch in den Folgejahren nicht abbrechen. Genaue Stückzahlen wolle man nicht vorgeben; wichtig sei, dass weiterhin an dem Ziel gearbeitet wird, einen jährlichen Zuwachs von 20 Prozent zu erreichen.
Für den angestrebten Erfolg seien die neuen Modelle ausschlaggebend, erklärt Ring. Der Cadillac CTS zähle zu den Hoffnungsträgern. Er überzeuge durch gutes Fahrverhalten und sehenswerte Premium-Nuancen. Zudem wage man sich mit dem neuen Cadillac BLS erstmals ins Kombi-Segement vor.
Alle drei Marken strahlen eine besondere Faszination aus, so Ring. Cadillac überzeuge mit einem außergewöhnlichen Design, das sich von der Masse abhebe und polarisiere. Hummer stehe für sich allein, ohne Mitbewerber, und Corvette bleibe stets eine Sportwagenklasse für sich.
Den deutschen Markt schätzen Jansen und Ring als den wichtigsten und interessantesten in Europa ein, aber auch als den schwierigsten. Die deutschen Premium-Hersteller dominieren den Markt, auch in schlechten Zeiten. „Wenn man aber auf dem deutschen Markt etwas bewegen kann, kann man von sich behaupten, als Premiummarke erfolgreich zu sein“, sagt Jansen.
Hohes Ziel
Bei den Verkäufen von Corvette und Hummer stehe Deutschland europaweit an der Spitze. Für Cadillac sei das noch nicht so, und genau da liege die Herausforderung.
Gerade bei dieser langfristigen Strategie benötigt ein Händler die richtige Leidenschaft. Und einen Premiumservice, der sich von den anderen Marken im Haus abhebe. „Wer Cadillac, Corvette und Hummer einfach neben zehn anderen Marken platziert und sie nicht gesondert behandelt, der wird keinen Erfolg damit haben“, unterstreicht Jansen. Dafür muss der Händler aktiv werden.
Fokussiert
Deswegen rückt die Geschäftsführung die Händler mehr denn je in den Fokus. Früher habe man große Budgets für Printwerbung ausgegeben. Dieser Zweig würde zwar nicht entfallen, man baue nun aber vermehrt auf die lokale Unterstützung. Die Händler bewegen sich vor Ort auf einem überschaubaren Feld, kennen ihre Kunden und verfügen über wichtige Kontakte, so Jansen. Als Publikumsmagnet wirken in diesem Zuge die „Corvette Driving Days“. Zwanzig Fahrzeuge sind ein Wochenende lang bei den Händlern für qualifizierte Probefahrten verfügbar. „Bisher haben wir nur positive Rückmeldungen.“ Alles werde auf den Händler konzentriert, und das sei das, was zähle, erklärt Jansen weiter.
Das Vertrauen in die Händler ist groß, das Produkt stimmt und die Strategie ist langfristig angelegt. Cadillac, Corvette und Hummer wollen wachsen.
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