Camper auf VW-Basis: Mehr als nur California

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Dass auch ein Amarok als Reisemobil-Basis taugt, beweisen beim Auftritt der externen VW-Partner gleich drei Firmen. Tischer und Bimobil setzen seit Jahren auf das Prinzip der Huckepack-Kabine. Eine eigene Wohnkabine wird auf der Ladefläche des Pickups fest verankert, kann unterwegs aber auch auf den eigenen Stützen abgestellt und ohne Basisfahrzeug genutzt werden. Während Bimobil die Seitenwände des Pritschenaufbaus abmontiert, lässt Tischer den VW-Pickup unangetastet, was den Vorteil hat, dass auch andere Pickups als Basis für die Kabine genutzt werden können. Mit 80.000 bis 90.000 Euro Gesamtsumme muss man allerdings schon rechnen.

Gegenüber dem GeHoCap, der den Amarok mit einem Alkovenaufbau fest verbindet, ist das aber dennoch ein Schnäppchen. Das Designer-Offroadmobil ist Luxus pur, verwendet Leichtbau-Wände aus Flugzeugcarbon, Materialien aus dem Yachtbau und eine ausschließlich über eine Lithium-Ionen-Batterie mit Strom betriebene Kochstelle und kostet rund 200.000 Euro. Von den individuell gefertigten Fahrzeugen werden nur fünf Stück pro Jahr exklusiv gebaut.

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Die überwiegende Mehrzahl der externen VW-Reisemobilpartner beschäftigt sich allerdings mit dem T6 und beweist, dass es für den scheinbar bis ins Detail ausgeklügelten California-Grundriss doch noch jede Menge Alternativen gibt. Die Darmstädter Space-Camper etwa, von Ben Wawra und Markus Riese 2005 gegründet – Riese ist auch Mitbegründer des bekannten Fahrradherstellers Riese und Müller -, bieten einen der leichtesten Ausbauten auf dem Markt an: Sie sind für ihre Ideen wie die zwei Schiebetüren und die ausschwenkbare oder gar komplett ausbaubare Küche auch prämiert worden. Mit jährlich etwa 120 gebauten Exemplaren ist die Firma der größte externe T6-Partner im Campingbus-Bereich.

Die Hagener Vanufaktur konzentriert sich gleich auf drei Spezialbereiche. Die Terracamper als expeditionstaugliche Ausbauten verwenden hochwertige, modulare Möbelsysteme aus Aluminium, die für einen erhöhten Ladebedarf auch leicht demontiert werden können. Während sie bei rund 60.000 Euro in der nach oben offenen Preisskala überhaupt erst beginnen, bedeutet diese Marke für die Flowcamper bereits die Obergrenze. Neu ist hier der „Space“ mit farbenfrohem Interieur, stilistisch an die Historie der legendären VW Bullis angelehnt, zu Preisen ab 39.000 Euro. Und von Hundebesitzern geschätzt wird der Dogscamper mit einem mehr oder weniger großen Käfig unter der Liegefläche.

Die Multicamper mit Individualausbauten, die samt Durchlauferhitzer, Fußbodenheizung, elektrischem Faltschiebedach und vielen, vielen Extras den Preis auch über die 100.000-Euro-Grenze treiben können, die vom Yachtbau inspirierten Fahrzeuge von Campmobil Schwerin mit Heckküche oder die Octo-Busse von Fischer-Reisemobil mit Rollbett – der gestalterische Spielraum ist groß. Und in der Kleinserie können die Bedürfnisse der Kunden viel individueller bedient werden. Ob man das irgendwann auch für den Crafter sagen kann?

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