Pirelli-Kalender 2023 „The Cal“ – Emotionen ganz ohne Auto und Gummi

Von Andreas Grimm

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Cara Delevingne, Bella Hadid oder Lila Moss – die Liste der Darstellerinnen des Pirelli-Kalenders 2023 liest sich wie das „Who’s who“ der Laufsteg-Prominenz. Doch die Modells sind gar nicht so leicht zu erkennen. Fotografin Emma Summerton setzt sie sehr speziell in Szene.

Die Produktion des Pirelli-Kalenders ist für Fotografin Emma Summerton (l.) selbst zur Kunstform geworden.(Bild:  Pirelli/Alessandro Scotti)
Die Produktion des Pirelli-Kalenders ist für Fotografin Emma Summerton (l.) selbst zur Kunstform geworden.
(Bild: Pirelli/Alessandro Scotti)

In wenigen Tagen wird der neue Pirelli-Kalender so manche Bürowand in der Automobilbranche zieren. Die 49. Ausgabe des Kalenders mit Kunstanspruch ist dabei zum sechsten Mal von einer Frau inszeniert worden: Emma Summerton. Die australische Fotografin ließ sich dabei nach eigener Aussage von ihren Musen leiten. Sprich, abgebildet sind Frauen, die für die fotografische Arbeit von Summerton Inspiration und Leitbild waren und sie in ihren Entscheidungen begleitet haben. Autos oder auch nur Autoreifen findet der Betrachter dagegen auf den Fotos nicht.

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Summerton wurde 1970 im australischen Bundesstaat New South Wales geboren und studierte in Sydney Fotografie. 1998 zog sie nach London, von wo aus sie noch immer arbeitet (sowie in New York). In den letzten Jahren entdeckte sie zunehmend auch das Video als künstlerisches Medium für sich. Entsprechend führte sie auch Co-Regie beim Präsentationsvideo zum Pirelli-Kalender 2023. Zu ihren kommerziellen Kunden zählen unter anderem Yves Saint Laurent, Strenesse oder Sony Music.

„Für den Kalender wollte ich zum eigentlichen Ursprung des Wortes Muse zurückkehren. Muse stand ursprünglich nicht nur für eine Quelle der Inspiration, sondern auch für einen Menschen, der eine literarische, wissenschaftliche oder künstlerische Begabung besaß“, erklärt Summerton ihren kreativen Ansatz für „The Cal 2023“. Sie sei fasziniert von Frauen, die außerordentliche und kreative Dinge schaffen. Darunter seien Schriftstellerinnen, Fotografinnen, Dichterinnen, Schauspielerinnen und Regisseurinnen. „Meine Vorstellung war es also, diese außergewöhnlichen Frauen zu ehren und eine Welt zu schaffen, in der ich sie darstellen kann.“

Entstanden ist ein Pirelli-Kalender, der 28 Aufnahmen von 14 Models enthält, die Summerton in einem verträumten Stil in Szene setzt. Jede Aufnahme zeigt das Model in einer Wesensverwandtschaft mit der Muse, die sie darstellt. Kulisse für die Aufnahmen, die im Juni und Juli gemacht wurden, waren die Sets in London und New York. Sie habe die Grenzen zwischen der Rolle, die die Models spielen, und dem, was sie wirklich sind, verschwimmen lassen, erklärt die Fotografin.

Der Pirelli-Kalender 2023 enthält Fotografien folgender Models – und ihrer jeweils dargestellten/repräsentierten Muse:

  • Lila Moss – Die Weissagerin
  • Van Seenus – Die Fotografin
  • Adwoa Aboah – Die Königin
  • Karlie Kloss – Die Technologie-Expertin
  • Sasha Pivovarova – Die Malerin
  • Lauren Wasser – Die Athletin
  • Emily Ratajkowski – Die Schriftstellerin
  • Cara Delevingne – Die Performerin
  • Bella Hadid – Der Kobold
  • Kaya Wilkins – Die Musikerin
  • Precious Lee – Die Erzählerin
  • He Cong – Die Weise
  • Adut Akech – Die Traumfängerin
  • Ashley Graham – Die Aktivistin

Emma Summerton ist erst die fünfte Frau, die als Kreativchefin den Pirelli-Kalender konzipiert. Vor ihr hatten Sarah Moon (1972), Joyce Tenenson (1989), Inez Van Lamsveerde (2007) und zweimal Annie Leibovitz (2000 und 2016) den Finger am Auslöser.

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