Carat/AVL: Automatisierte Diagnose
Die Carat-Gruppe hat mit „Power Check“ ein neuartiges Diagnosekonzept vorgestellt. Das vom Diagnosespezialisten AVL entwickelte System bietet dem Anwender eine bisher nicht gekannte Unterstützung bei der Reparatur und Fehlerbehebung.
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Die Partner Carat und AVL verstärken ihre Zusammenarbeit im Bereich Fahrzeugdiagnose. So stellten beide Unternehmen jetzt eine neuartiges System namens „Carat Power Check“ vor. Kernstück ist das Mutlimarken-Diagnosekonzept „AVL Ditest Scout“. Dabei handelt es sich um eine Diagnosesoftware, mit der vor allem Freie Werkstätten in die Lage versetzt werden sollen, Reparaturen und Fehlersuchen schneller und zielsicherer durchführen zu können.
Das AVL Ditest Scout ist in den kommenden 18 Monaten ausschließlich über Carat zu beziehen. Dank einer integrierten Verknüpfung mit dem „Elekat“ – dem Ersatzteilbestellsystem von Carat – können Betriebe mit wenigen Mausklicks ein benötigtes Ersatzteil, das aus der Diagnose heraus als defekt erkannt wurde, umgehend beim zuständigen Carat-Partner bestellen. Dadurch soll sich der gesamte Reparaturprozess im Servicebetrieb laut Carat erheblich verkürzen.
Das Mulitmarkenkonzept Scout unterscheidet sich grundlegend von bekannten Diagnosekonzepten sowohl freier Anbieter als auch der Fahrzeughersteller. So arbeitet das System zum einen als reine Onlineanwendung. Dadurch benötigt es zum einen nur sehr geringe technische Ressourcen. Zum andern verfügt der Anwender stets über den aktuellsten Software- und Datenstand.
Diagnose flexibel
Der jüngste Spross der Ditest-Serie bietet eine Feherlsymptom basierte Anwendung. Das heißt, der Nutzer muss nicht zwingend einen Fehlercode, den er zuvor ausgelesen hat, eingeben, sondern kann – genau wie der Werkstattkunde – ein Problem auch mit Worten beschreiben (zum Beispiel „Fahrzeug ruckelt“). Dafür stellt ihm die AVL-Anwendung dann entsprechende Antworten bzw. Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Analog den Diagnosestrategien der Fahrzeughersteller verfügt das System über eine Software, die entsprechend dieser Beschreibung oder des alternativ eingegebenen Fehlercodes individuelle Diagnosebäume generiert. Im Gegensatz zu den Lösungen der Fahrzeughersteller hat der Werkstattmann bei Scout jedoch die Möglichkeit, diese in beliebiger Reihenfolge abzuarbeiten und so die Zahl der möglichen Fehlerursachen einzugrenzen. Dabei kann er jederzeit eigene Erfahrungswerte und bekanntes Wissen mit einbringen. Im Zuge von Lösungsschritten notwenige Messungen und Prüfungen zeigt das System dem Bediener umgehend an. Verfügt dieser über ein einen AVL-Diagnosetester, nimmt sie das Scout automatisch auf und der Anwender muss nichts händisch eingeben,
Selbstlernendes System
Das Scout verfügt über einen integrierten Rückmeldekanal, der als Selbstlernfunktion fungiert. So erfahren die AVL-Techniker, welches Problem an einem Fahrzeug dank welcher Lösungsschritte wie beziehungsweise am schnellsten behoben werden konnte. Zusätzlich können Werkstätten eigene Erfahrungen und Anmerkungen an AVL weitergeben und somit dazu beitragen, das Konzept weiter zu verbessern.
Im ersten Schritt können Kfz-Betriebe mit dem Carat Power Check die Motorsysteme bekannter deutscher Volumenhersteller diagnostizieren. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate sollen laut AVL weitere Fahrzeugsysteme und auch Marken folgen. Erhältlich ist die Fahrzeugdiagnose beim Carat-Partner als Leasingangebot für 48 Monate zu Preisen von 29,80 Euro bis 178,80 Euro im Monat bzw. als Kaufangebot zu Preisen zwischen 1.344. und 7.310 Euro. Weitere Informationen finden Sie hier .
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