Dabei scheint das innovative Basisfahrzeug gerade auch die Ausbauer der Kastenwagen zu inspirieren, denn im Wohnraum lassen sich hier und da einige neuartige Ideen bestaunen. So umgeht die Marke Hymer beim Duo Car S das Manko des schmal bauenden Sprinters – bei 2,02 Metern Außenbreite sind Querbetten ohne Karosserieverbreitung nicht machbar – mit einer Längscouch, die in ein Bett für zwei Personen umgebaut werden kann. Im Hymer Free S600 lädt neben dem Heckbett noch eine Koje unter dem Aufstelldach zur Nachtruhe ein.
Mutig ist das Konzept von Westfalia, die ihre Neuauflage des Klassikers James Cook mit einem Slide-out im Heck vorstellen. Das schafft ein komfortables, über zwei Meter langes Doppelbett bei einer Fahrzeuglänge von sechs Metern. Wie der Auszug bei der Kundschaft ankommt, muss sich allerdings erst noch zeigen. Schließlich sind mindestens rund 75.000 Euro zu berappen. Der James Cook bietet aber noch eine weitere Besonderheit. Ebenso wie in einem ebenfalls debütierenden Teilintegrierten der Firma Bimobil wird hier erstmals das MBAC-System (Mercedes-Benz Advanced Control) angeboten, das die Fahrzeuge in ein voll vernetztes Smart Home verwandelt.
Frankia hat schon immer seine Teil- und Vollintegrierten auf Mercedes aufgebaut und feiert in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt auch die Premiere des sieben Meter langen Teilintegrierten MT7 GD Neo, die eigentliche Überraschung aber ist der ausgebaute Kastenwagen Yucon. Er wird in zwei Modellvarianten gezeigt, als 7.0 Lounge, ebenfalls sieben Meter lang, mit dem Wohnzimmer im Heck oder als kürzerer 6.0, der als einzige Sitzgelegenheit die beiden drehbaren Fahrerhaussessel besitzt. Mit seinem ersten Campervan wird die Marke Frankia auch zum Vollsortimenter.
Reisemobile werden internationaler
Bei der Traditionsmarke Bürstner feiert der Sprinter wiederum als teilintegriertes Fahrzeug Lyseo M Harmony-Line sein Comeback. Und Premium-Hersteller Carthago will zum Salon nach der bereits präsentierten Chic E-line als Einzel- und Tandemachser auch die etwas kleinere Version des Vollintegrierten, den Chic C-line, vorstellen.
In Düsseldorf werden die Sprinter-Reisemobile zudem internationaler. Nicht nur das italienische Unternehmern Laika setzt auf den Sternen-Transporter, sondern auch die schwedische Marke Kabe mit gleich zwei Novitäten: einen ausgebauten Kastenwagen mit Hinterrad- oder optionalem Allradantrieb. Ebenso am oberen Ende seines Markenportfolios positioniert der französische Hersteller Rapido seinen siebeneinhalb Meter langen M96 als Integrierten mit Queensbett und gegenüberliegenden Längssitzbänken im Wohnraum
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