Caravan-Salon: Kompakte Camper bleiben der Renner

Reisemobil-Messe in Düsseldorf gestartet

| Autor: sp-x

Auf dem Caravan-Salon 2019 präsentieren die verschiedenen Marken rund 2.100 Fahrzeuge.
Auf dem Caravan-Salon 2019 präsentieren die verschiedenen Marken rund 2.100 Fahrzeuge. (Bild: Messe Düsseldorf/Constanze Tillmann.)

Der 58. Caravan-Salon vom 30. August bis 8. September platzt mit 600 Ausstellern und 2.100 präsentierten Freizeit-Fahrzeugen von mehr als 130 verschiedenen Marken wieder aus allen Nähten. Größter Treiber des seit Jahren anhaltenden Caravaning-Booms ist das Geschäft mit den Reisemobilen. Die Trends haben sich gegenüber dem Vorjahr dabei kaum verändert. Kompakte Fahrzeuge, Konnektivität und Komfort bestimmen immer noch die Szenerie.

Tatsächlich haben in der jüngeren Vergangenheit die Camper und Kastenwagen am stärksten von dem Run auf die Reisemobile profitiert und mit einem Anteil von 40 Prozent an den Gesamtzulassungen die teilintegrierten Fahrzeuge (37,7 Prozent) überholt. Unangefochtener Marktführer bei den Campingbussen ist weiterhin der VW California, dessen facegeliftete Version T6.1 in Düsseldorf Premiere feiert. Von einer leicht veränderten Frontpartie und Verbesserungen in puncto Vernetzung, Infotainment und Assistenzsystemen abgesehen bleibt er aber seinen Tugenden treu, die das hochpreisige Produkt auch in dem eher preissensiblen Segment auf Erfolgskurs hält.

Die Konkurrenz wird allerdings größer, weil auch die Hersteller von Kleintransportern den Freizeitfahrzeugen mehr Aufmerksamkeit widmen. So präsentiert Mercedes-Benz seinen überarbeiteten Camper Marco Polo nebst der abgespeckten Horizon-Variante ohne Camping-Einbauten und ergänzt das Ganze mit einer Sonderserie „Art Venture“ mit blauem Faltdach (ab 44.590 Euro). Ford will gemeinsam mit Westfalia im Frühjahr 2020 einen sechs Meter langen Big Nugget mit Nasszelle an den Start schicken. Und Citroën bietet einen Jumper Biker Solution speziell für Motorradfahrer an – zwar nur mit einer rudimentären Campingausstattung, dafür können die Bikes im Innenraum transportiert werden.

Toyota steigt in den Freizeitmarkt ein

Mit dem Crosscamp taucht sogar ein neuer Player im Campingbus-Segment auf und ermöglicht damit auch Toyota einen Einstieg in den hiesigen Freizeitmarkt. Der Crosscamp wird bei Dethleffs in Allgäu gefertigt, basiert auf dem Proace Verso mit Aufstelldach, variablem Innenraum und herausnehmbarer Küche und ist quasi der Zwillingsbruder des Pössl Campsters, der auf dem baugleichen Citroën Spacetourer sehr erfolgreich unterwegs ist. So erfolgreich, dass als Ergänzung nun auch ein Vanster debütiert, vergleichbar einem California Beach ohne Möblierung, dafür aber schon zu Preisen ab 28.000 Euro.

In allen anderen Kategorien, von den Luxusliners im Lkw-Format einmal abgesehen, rückt beim Neuheiten-Rundgang unweigerlich der Mercedes Sprinter in den Mittelpunkt. Der Stuttgarter Transporter hat seit seinem Start vor zwei Jahren viel neues Terrain erobert, weil die Triebkopf-Variante den Aufbauherstellern von teil- und vollintegrierten Fahrzeugen entgegenkommt, weil erstmals platz- und gewichtsparender Vorderradantrieb möglich ist und weil bestes Infotainment mit dem Multimediasystem MBUX, eine Vernetzung als „Smart-Home“ und eine ganze Armada von Assistenzsystemen verfügbar ist. Ein gutes Dutzend auch internationaler Aufbauhersteller bringt über 20 Sprinter-Neuheiten mit nach Düsseldorf.

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