Chery kommt als Dragon nach Deutschland

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Das gesamte Modellprogramm von China Automobile Deutschland steht fortan unter dem Namen Dragon und mit einheitlichem Drachen-Emblem im Handel.

China Automobile Deutschland platziert drei weitere Pkw-Modelle chinesischer Hersteller in Deutschland. Vertrieben werden die Fahrzeuge, die in ihren Klassen als Preisbrecher auftreten sollen, unter dem Markennamen „Dragon“. Tatsächlich verbergen sich hinter den Modellen „Grand Ufo“ und „Liner“ Fahrzeuge des Herstellers Chery. Neu im Programm ist zudem der Kleinwagen „City“.

„Auf die neuen Dragon-Modelle setzen wir große Hoffnungen“, sagte der Geschäftsführer der China CAD Automobile Deutschland GmbH, Karl Schlössl. Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung sei es eine sinnvolle Entscheidung gewesen, in unteren Preissegmenten aktiv zu werden. Die neuen Modelle selbst seien eine Auftragsproduktion für China Automobile Deutschland. Gebaut werden sie Schlössl zufolge in der Ukraine. Die Homologation für die Fahrzeuge soll in Kürze abgeschlossen sein.

Neuausrichtung des Vertriebskonzepts

Der Vertrieb der Modelle unter dem Markennamen Dragon bedeutet eine grundlegende Neuausrichtung des Verkaufskonzepts. Blieben die - nur Fachleuten bekannten - Herstellernamen wie Shuanghuan oder Jonway bisher schon im Hintergrund, werden ihre Embleme nun ganz verschwinden. Die neuen wie die alten Modelle der CAD - derzeit Ufo und GX6 - würden nun als „Dragon“ ausgeliefert, die Logos auf dem Kühler ausgetauscht, erläuterte Schlössl. Der Markenname Dragon sei den Kunden leichter zu vermitteln und entspreche auch den Wünschen des Handels nach einem einheitlichen Branding. Die Vielfalt der Namen habe dagegen für Verwirrung gesorgt.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Die neuen Modelle erweitern das Fahrzeugangebot der CAD deutlich. Mit CEO, Ufo und GX6 hatte das Unternehmen bisher im SUV- und Geländewagen-Segment für Schlagzeilen gesorgt. Nun will der Importeur mit Einstiegspreisen deutlich unter den Kosten für vergleichbare Modelle in den Segmenten Kleinwagen, Familien-Vans und Soft-Roader punkten.

Preisbrecher in mehreren Klassen

Mit einem Einstiegspreis von 8.999 Euro kommt der 3,70 Meter lange Dragon City im Kleinwagensegment auf den Markt. Angetrieben wird er von einem 61 kW/83 PS starken Vierzylinder-Vierventil-Motor, der Verbrauch liegt im kombinierten Zyklus bei 6,5 l/100 km. An junge Familien richtet sich der Dragon Liner, eine Raumlimousine mitsportlicher und flacher Dachlinie. Für Vortrieb sorgt ein 2,4-Liter-Vierzylinder mit 95 kW/130 PS und einem Verbrauch von rund 10 l/100 km.

Der viertürige Dragon Grand Ufo, ein so genannter Soft-Roader, geht laut CAD in der Basisausführung mit 19.900 Euro an den Start. Für 2.000 Euro Aufpreis gibt es wahlweise eine 4-Gang-Automatik oder permanenten Allradantrieb. Der Grand Ufo ähnelt dem bereits bekannten, ab 15.990 Euro angebotenen, dreitürigen Ufo, wirkt aber eigenständiger. Unter der Haube steckt der 2,4-Liter-Motor des Dragon Liner.

Weitere Neuheiten für 2009 angekündigt

Für das Frühjahr 2009 kündigt Dragon-Chef Karl Schlössl weitere Modelle an: Einen pfiffigen Kleinwagen namens Dragon XXS, der mit 6.500 Euro alle anderen Autos auf dem Markt unterbieten soll, und den großen, kühl gezeichneten Geländewagen Dragon Hover, mit dem China Automobile schon in Kürze in Österreich an den Start gehen will.

(ID:276090)