Chevrolet-Händlerverband: Gerhard Schwartzkopf geht

Redakteur: Jens Rehberg

Gerhard Schwartzkopf zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Autogeschäft und der Verbandsarbeit zurück. Damit ist kein Mitglied des Chevy-Partnerverbands mehr im Franchise-Board vertreten.

Gerhard Schwartzkopf zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Autogeschäft zurück. Auch von seiner Funktion als Präsident des Chevrolet-Partnerverbands tritt der 76-Jährige zurück. „Ich muss kürzer treten“, sagte Schwarzkopf am Mittwoch im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«. Er habe bereits mehrere „Warnschüsse“ vernommen. Die Folgen eines Unfalls setzen dem Händler derzeit ernsthaft zu.

Bis zum Jahresende werden die beiden Stellvertreter des Händlerverbands-Chefs, Erwin Wendland und Konrad Schramm, den Verband führen. Der Verbandsvorstand hatte sich im November 2008 für nur ein Jahr wiederwählen lassen, da bei der kommenden Mitgliederversammlung über einen Generationenwechsel an der Verbandsspitze entschieden werden soll. Schwartzkopf will dem Vorstand jedoch nach eigener Aussage weiterhin beratend zur Seite stehen.

Auch aus dem Franchise-Board, in dem der Importeur mit knapp einem Dutzend Opel- und Chevy-Händlern in regelmäßigem Kontakt steht, wird sich Gerhard Schwartzkopf zurückziehen. Damit gehört diesem Gremium, nachdem Jens Borawski in den Opel-Händlerverband VDOH gewechselt ist, kein Mitglied des Chevrolet-Partnerverbandes mehr an.

Das Autohaus Schwartzkopf in Oranienburg (Chevrolet, Skoda, Kia, Subaru und Daihatsu) wird künftig nur noch von Helmut Schwerdt geleitet, der bereits seit sechs Jahren als Geschäftsführer in dem Unternehmen tätig ist.

Keine Scheu vor klaren Worten

Gerhard Schwartzkopf gehörte 1996 zu den Gründungsmitgliedern des damaligen Daewoo-Händlerverbandes, dessen Präsident er von Anfang an war. In dieser Funktion musste er die Pleite des Importeurs miterleben sowie die Wiederauferstehung als Chevrolet. Die persönliche Kontinuität vom Daewoo- zum Chevrolet-Händler gestaltete er auf Verbandsebene mit, indem er der nun als Chevrolet-Partnerverband firmierenden Interessenvertretung bis jetzt vorstand.

In seiner Funktion als Verbandspräsident hat Schwartzkopf klare Worte gegenüber dem Importeur nie gescheut. Ende 2005 beispielsweise hat er eine höhere Marge für den Chevy Nubira durchgefochten und verhindert, dass sich die Händlerschaft auseinanderdividieren ließ. Gegenüber dem VDOH blieb Schwartzkopf zuletzt auf freundlicher, aber auf Unabhängigkeit bedachter Distanz.

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