Chevrolet Spark: Schluss mit nett im A-Segment
Chevrolet-Chef Markus Leithe will mit seinem neuen „Markenbotschafter“ günstig sein, auf keinen Fall aber der Allergünstigste, denn die Marke soll generell etwas höherwertiger positioniert werden als bislang.
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Nach zwölf Jahren wird der Chevrolet Matiz Anfang März durch den neuen „Spark“ abgelöst. Das Basismodell des neuen Kleinwagens mit 1,0-Liter-Benzinmotor kostet inklusive sechs Airbags knapp 9.000 Euro. Damit ist er nur unwesentlich teurer als sein Vorgänger. Die ESP-Option schlägt mit 300 Euro zu Buche.
Zum Verkaufsstart am 5. März soll das Restkontingent an Matiz-Modellen für den deutschen Markt noch rund 3.000 Fahrzeuge groß sein. Das erläuterte der Chef von Chevrolet Deutschland, Markus Leithe, am Rande der Neuvorstellung am Montag in Köln im Gespräch mit »kfz-betrieb«.
Der auslaufende Kassenschlager wird also eine Zeitlang parallel zu seinem Nachfolger verkauft. Markus Leithe besteht allerdings darauf, dass hier zwei unterschiedliche Käufergruppen angesprochen werden. „Der Matiz läuft hauptsächlich über die Kostenschiene“, so der Manager. Hier ziehe nicht zuletzt die Privatleasing-Offerte „ab 59 Euro“. Auch „die eine oder andere“ Kurzzulassung werde im Rahmen des Auslaufs getätigt. Der Spark dagegen sei „bei der Qualität, beim Fahrverhalten und beim Design ganz woanders“. Was sich bei entsprechender Ausstattung auch beim Preis bemerkbar macht. Die Ausstattungsversion „LT“ kostet 12.690 Euro.
Importsumfeld angreifen
Angreifen soll der neue A-Segment-Player vor allem die Kleinwagen der Konkurrenz von Toyota, Peugeot, Citroen, Fiat, Hyundai und Kia. Die Spark-Preise habe man etwas tiefer angesetzt als bei den direkten Wettbewerbern, weil Chevrolet aufgrund der geringeren Markenbekanntheit ansonsten wohl den Kürzeren ziehen würde. Leithe will mit seinem neuen „Markenbotschafter“ günstig sein, auf keinen Fall aber der Allergünstigste, denn die Marke soll generell etwas höherwertiger positioniert werden als bislang.
Die Hauptzielgruppe des Spark (zu deutsch: Funke) ist etwas jünger als bei seinem Vorgänger und mehrheitlich weiblich. „Nicht nett und nicht süß“ formuliert der Chevrolet-Chef eine der Hauptaussagen der Werbestrategie, mit der er vor allem bei Frauen punkten will. Denn gerade jüngere Frauen bevorzugten eher einen Stil, der durchaus Ecken und Kanten hat – ganz so wie das Spark-Design.
Die zentrale Ansprache soll laut Leithe hauptsächlich über Print- und Online-Kampagnen laufen, zudem wird es zur Markteinführung einen TV-Spot geben.
Frühbucher-Bonbon
Den Kunden soll das neue Modell zusätzlich über ein Service-Paket für Frühbucher schmackhaft gemacht werden, das Wartung und Inspektionen für die ersten drei Jahre beinhaltet. Das Angebot einer kostenfrei aufgerüsteten Flüssiggasanlage macht Chevrolet auch beim Spark. Das Thema steht allerdings derzeit in der Kommunikation nicht im Vordergrund.
Im Hinblick auf die Motorenverteilung prognostiziert Leithe zwischen dem 1,0-Liter-Benziner (68 PS) und dem 1,2-Liter-Benziner (82 PS) ein Unentschieden: „Wir haben fifty-fifty eingekauft“.
Das Absatzziel für den Spark hat der Importeurs-Chef nah an das Vorgänger-Ergebnis gelegt. Dementsprechend erwartet Leithe für das erste volle Verkaufsjahr ein Volumen von mehr als 13.000 Fahrzeugen.
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