Chinesen schrauben in Vechta an Kfz-Karriere
Drei Autohäuser aus Vechta haben derzeit besondere Praktikanten: Vier Jugendliche aus China lernen nicht nur das Handwerk kennen, sondern auch den deutschen Alltag.

Chinesische Jugendliche lernen im niedersächsischen Kfz-Gewerbe. Für sechs Monate sind die jungen Männer in den Autohäusern Anders, Kleine Arkenau und Klöker aus Vechta untergebracht, um ein Praktikum zu absolvieren. Den Austausch pflegt bereits seit einigen Jahren Ludwig Südbeck, Vorstandsmitglied des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen sowie des Chinesischen Zentrums Hannover.
Unternehmer und chinesische Nachwuchskräfte sind zufrieden. Für Hauke Anders war es eine Selbstverständlichkeit, die chinesischen Junghandwerker zu integrieren. „Meine Kinder haben alle durch Auslandsaufenthalte viel gelernt. Da sollte man auch etwas zurückgeben.“

Ludwig Südbeck fliegt regelmäßig nach Wuhan, um in der 10-Millionen-Einwohner-Metropole 14 Tage lang Unterricht an der Verkehrsschule zu geben. Die dreijährige Ausbildung findet in China ausschließlich in der Schule statt. Für die vier Gäste hat Südbeck die Sprachprüfung abgenommen, denn Luo Yao hat genau wie seine Klassenkameraden Zhao He, Wang Hongyu und Wei Mao Cheng drei Jahre Deutsch gelernt. Dennoch sind die Hürden bei der Verständigung hoch. Im Arbeitsalltag kommt hinzu, dass die Chinesen die betrieblichen Abläufe nicht kennen.
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