Netzausbau Christian Blank ist neuer Europachef von Ineos

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Der Geländewagenhersteller hat eine neue Führung für Kontinentaleuropa. Christian Blank folgt auf Klaus Hartmann und muss nach Produktionsproblemen nun den Vertrieb wieder ankurbeln. Ein Fokus ist auf das Vertriebsnetz gerichtet.

Christian Blank ist seit März Regionaldirektor von Ineos für Europa.(Bild:  Ineos Automotive)
Christian Blank ist seit März Regionaldirektor von Ineos für Europa.
(Bild: Ineos Automotive)

Ineos Automotive hat einen neuen Europachef. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Christian Blank seit einigen Wochen als Regionaldirektor Europa für die britische Automarke tätig. Er folgt auf Klaus Hartmann, der seit März 2025 als Direktor Sales der Region Europa für das chinesische Fabrikat Denza arbeitet. Hartmann hatte die Ineos-Aktivitäten in Kontinentaleuropa viereinhalb Jahre lang aufgebaut.

Ein Schwerpunkt der Tätigkeit von Blank soll einer Mitteilung zufolge auf dem weiteren Ausbau des europäischen Vertriebsnetzes liegen. Bislang hatte Ineos in Deutschland nur wenige Verkaufsstandorte, darunter große Autohausgruppen wie Scherer oder Enders sowie etablierte Händler wie Woltmann oder Krüll. Einige der Partner der ersten Stunde sind bereits wieder aus dem Vertriebsnetz ausgeschieden.

Auch gesamteuropäisch baut Ineos Automotive den Vertrieb aus. Beispielsweise ist seit Kurzem Grand Automotive LLP als Vertriebspartner für zehn Länder in der Adria-Region hinzugekommen, darunter sind Griechenland, Zypern und Serbien. Grand Automotive ist Teil der israelischen Taavura Group und ist in 13 Ländern aktiv. Zum Portfolio gehören etablierte Marken wie Renault, Nissan, Ford und Hyundai sowie neue Fabrikate wie MG, Chery und Maxus.

Vielfältige Markenerfahrung

Christian Blank kommt von Jaguar Land Rover. Für die Briten war er zuvor zehn Jahre in unterschiedlichen Funktionen aktiv, zuletzt als Transformation Director Europe. Während seiner gut zwei Jahrzehnte langen Tätigkeit in der Automobilbranche arbeitete er in den Bereichen Vertrieb, Netzwerkentwicklung, Kundenservice und Flottenmanagement. Davor arbeitete er für Infiniti sowie Mazda.

Ineos hatte im vergangenen Jahr mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen. Zuletzt brachte die Insolvenz des Sitzherstellers Recaro die Produktion ins Stocken, die fast fertigen Fahrzeuge konnten nicht ausgeliefert werden. Im Ergebnis hatte sich der Absatz von Ineos auf 485 Einheiten in Deutschland halbiert.

Man sei jedoch „dankbar für die Geduld und das Verständnis unserer Kunden“, hieß es vor einigen Wochen auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Nach dem Neustart von Recaro inklusive Produktionsverlagerung ist Ineos nun „zufrieden mit dem Outcome“, sprich, die Produktion von Grenadier und Quartermaster läuft nun wieder. Dagegen sind die Planungen für das Elektromodel Fusilier derzeit im Wartestand: „Wir brauchen Klarheit, in welche Richtung sich die Kundennachfrage bei den Antrieben in Zukunft tatsächlich entwickeln wird.“

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