Chrysler-Händler vertrauen ihrer neuen Bank
Die Mercedes-Benz-Bank kündigt die Bestandsfinanzierung der Chrysler-Händler in Deutschland erst Ende März. Danach soll die neue Chrysler Bank Group die Geschäfte komplett übernehmen.
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Die Chrysler-Händler in Deutschland können durchatmen: Die Mercedes-Benz-Bank verlängert die laufende Bestandsfinanzierung noch bis zum 31. März. Dies ergaben Gespräche zwischen dem Verband der Chrysler-Händler Deutschland (CHV), der MB-Bank und der neuen Chrysler Group Bank. Zum 1. Oktober hatte die Chrysler Group Bank eine Zweigniederlassung der FGA Bank Germany, schon alle neuen Finanzierungsgeschäfte der Chrysler-Händler übernommen. Eigentlich wollte die MB-Bank die Bestandfinanzierung zum 31. Dezember kündigen.
Die Fristverschiebung war das Hauptthema der Partnertagung 2009 des CHV Anfang Dezember in Fulda. Klaus Bentz, Vorsitzender der FGA-Bank, konnte mit seinen Ausführungen die Händler beruhigen. Als symbolisches Zeichen erfolgte abschließend die „Staffelübergabe“. CHV-Präsident Peter Jakob reichte Bentz ein Staffelholz mit den Worten: „Hiermit lege ich das Vertrauen der Händler, deren Familien, den Mitarbeitern und den Kunden in ihre Hände.“
Darüber hinaus bestätigte Jakob gegenüber »kfz-betriebONLINE«, dass sich der CHV-Vorstand bereits in guten Gesprächen mit der Chrysler Group Bank bezüglich Leasingrückläufern und der Restwertgarantie befände.
Herstellerpräsenz
Insgesamt waren 150 Mitglieder des CHV nach Fulda gekommen, um mehr über die Pläne des neuen Mutterkonzerns Fiat zu erfahren. Radek Jelinek, Geschäftsführer von Chrysler Deutschland, befindet sich zwar in stetigen Diskussionen mit der neuen Leitung in Turin, der Markt in Deutschland und ganz Europa muss aber immer noch auf konkrete Informationen warten.
Jelinek präsentierte den Mitgliedern dennoch die Produktstrategie von Chrysler für die kommenden Jahr. Die Händler dürfen sich Ende 2010 auf einen neuen Jeep Grand Cherokee und während des Jahres 2010 auf Facelifts einiger bestehender Modelle freuen. Zudem bestätigte Jelinek aufgrund guter Ergebnisse des After-Sales-Geschäfts, eine hohe Bonuszahlung an die Chrysler-Partner.
In punkto Netzstrategie verwies Jelinek darauf, dass der Hersteller weiterhin nach neuen Händler sucht. 2009 musste ein Autohaus Insolvenz anmelden und einige Partner kündigten ihren Händlervertrag.
Die Händler bestätigten den Vorsitzenden des Verbands, Peter Jakob, einstimmig in seinem Amt. Michael Hornung, bisher Ansprechpartner vom Arbeitskreis Vertrieb / Marketing trat nicht mehr zur Wahl an, seine Nachfolge übernimmt Martin Lauer. Neben Jakob und Lauer sind noch Bernd Wiesemes (1. Stellvertretender Vorsitzender), Dr. Rainer Zschocke und Adrian Glöckner im Vorstand vertreten.
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