Citroën bringt zweite Start-Stopp-Generation

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Ein modernisierter Starter-Generator und ein automatisiertes Schaltgetriebe sind die Kernbestandteile des E-HDI. Den besonders sparsamen Antrieb setzt Citroën im C4 und im C4 Picasso ein.

Anbieter zum Thema

Die französische Marke Citroën geht gern andere Wege als die anderen Autohersteller. Während der Rest der Autowelt bei seinen Start-Stopp-Systemen auf eine möglichst einfache Technik setzt – einen herkömmlichen, aber verstärkten Anlasser –, verwenden die Individualisten aus Paris einen riemengetriebenen Starter, der gleichzeitig als Generator fungiert.

Im neuen C4 und im überarbeiteten C4 Picasso arbeitet mittlerweile die zweite Generation dieses Systems. Die gegenüber der ersten Generation um 70 Prozent gesteigerte Leistung erreicht 2,2 kW, die Leistungselektronik ist nunmehr in den Starter-Generator integriert.

Der schnelle und kaum spürbare Startvorgang dauert 400 Millisekunden; das ist laut Citroën halb so lange wie mit einem herkömmlichen Anlasser. Zudem geschieht der Anlassvorgang nahezu lautlos, weil statt einer Verzahnung ein Keilriemen die Kraft auf den Motor überträgt. Dank eines Zweimassenschwungrads und der schneller erreichten Leerlaufdrehzahl gibt es auch keine Vibrationen beim Anlassen und Stoppen des Motors.

Kondensatoren liefern Hilfsenergie

Das elektrische Bordnetz wird von einer Hilfsvorrichtung aus Superkondensatoren unterstützt. Diese stellen genügend Energie zur Verfügung, um den Motor auch bei tiefen Temperaturen zuverlässig zu starten. Außerdem können so die Scheinwerfer, das Radio und andere elektrische Verbraucher während des Anlassvorgangs weiterarbeiten.

Citroëns Eigensinn macht auch vor dem Getriebe nicht halt: Nach wie vor bietet die Marke automatisierte Schaltgetriebe an. Diese gelten zwar als besonders effizient, haben aber gegenüber anderen Bauarten einen schlechteren Komfort und längere Schaltzeiten.

In dem Technikpaket E-HDi arbeitet das Start-Stopp-System mit dem automatisierten mechanischen Sechsganggetriebe und dem Dieselmotor HDi 110 FAP zusammen. Den Kraftstoffverbrauch des C4 Picasso E-HDI gibt der Hersteller mit 4,8 Litern auf 100 Kilometern an; das entspricht einer CO2-Emission von 125 Gramm pro Kilometer. Im Großstadtverkehr soll der E-HDI den Verbrauch und CO2-Ausstoß gegenüber dem normalen Diesel um bis zu 15 Prozent verringern.

(ID:361590)