Citroën Deutschland trennt sich von Peter Weis
Der Importeur hat sich überraschend von seinem Geschäftsführer Peter Weis getrennt. Einen Nachfolger will Citroën nächste Woche präsentieren.
Citroën Deutschland hat sich überraschend von seinem Geschäftsführer Peter Weis getrennt. Er habe das Unternehmen im besten gegenseitigen Einvernehmen mit sofortiger Wirkung verlassen, teilte das Unternehmen mit. Nächste Woche will der Importeur den Nachfolger bekannt geben.
Zu den Gründen für die plötzliche Trennung wollte sich Citroën Deutschland nicht äußern. Von den ursprünglichen Jahreszielen ist das Unternehmen allerdings weit entfernt. Bei einem um knapp elf Prozent wachsenden deutschen Markt stagnierten bei Citroën die Pkw-Neuzulassungen nach drei Quartalen auf Vorjahresniveau von gut 52.000 Einheiten. Mitte August korrigierte Weis seine Prognose auf den Absatz von 74.000 Pkw, knapp 6.000 Einheiten unter Vorjahresniveau.
Ein Grund für den Rückgang ist das geschrumpfte Händlernetz, nachdem Citroën Mitte des Jahres seinen Partnern neue Verträge vorgelegt hatte. Intensive Verhandlungen des Händlerverbandes hatten immerhin dazu geführt, die Verträge noch zu entschärfen. Dennoch haben zahlreiche Händler das Regelwerk nicht unterschrieben. Mitte August konstatierte Weis 70 Open Points.
Entsprechend dürften sich einige Händler eher erleichtert zeigen, als dass sie die aktuelle Entwicklung bedauern. Der Citroën Händlerverband wollte dies jedoch nicht kommentieren.
Weis kam 2009 zu Citroën, dem Jahr der Abwrackprämie, als der Importeur mit 112.000 Zulassungen ein Rekordergebnis aufstellte. Als erster Deutscher seit der Neugründung 1950 übernahm er die Leitung der deutschen Citroën-Zentrale in Köln. Zuvor war er als Geschäftsführer bei der Kittner-Gruppe und in verschiedenen Vorstandspositionen im Fiat-Konzern tätig.
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