Coler: Der Kunde entscheidet
Bei dem Münsteraner Teilegroßhändler gehören nicht nur Teile und Schulungen zum umfassenden Service. Es geht um Dienstleistungen, die Freie Werkstätten darüber hinaus brauchen.

Sobald eine Werkstatt mit einem Teilegroßhändler zusammenarbeitet, verspricht sie sich davon Vorteile. In erster Linie geht es dabei um günstige Preise, sollte man meinen. Julius Fabian Roberg, Geschäftsführer des Teilegroßhändlers Coler, widerspricht dem vehement: „Die Zusammenarbeit mit einem Großhändler spielt sich nicht primär über den Preis ab, sondern sie wird von dem gesamten Servicepaket bestimmt. Da steht an erster Stelle die Logistik, dann kommt die Lieferfähigkeit, der technische Support, der Service und erst dann der Preis.“
Der ursprüngliche Bosch-Großhändler öffnete sich 1995 dem gesamten freien Aftermarket. Das war nicht ganz einfach, denn hier begab sich der Unternehmer aus dem bequemen Bett der Werksvertretung in ein für ihn fremdes Umfeld – den Independent Aftermarket (IAM). „Es galt, die Regeln dieses Marktes zu lernen und zu verstehen“, führt Roberg aus. Trotzdem gelang es dem Unternehmen, die Grenzen seines Verkaufsgebiets stetig zu erweitern, vornehmlich durch Zukäufe und Firmenübernahmen.
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