Reifentechnik Ein Reifen aus Reishülsen

Von Cara Stibolitzki 2 min Lesedauer

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Ab Mitte Juli wird der bislang nachhaltigste Serienreifen von Continental im europäischen Handel erhältlich sein. Der Ultra-Contact Nxt besteht zu 65 Prozent aus nachwachsenden Materialien und wird in 19 Größen verfügbar sein.

Der neue Ultra Contact Nxt ist Continentals bislang nachhaltigster Reifen.(Bild:  Continental/Martin Dziuba)
Der neue Ultra Contact Nxt ist Continentals bislang nachhaltigster Reifen.
(Bild: Continental/Martin Dziuba)

Als Weiterentwicklung der Ultra-Contact-Familie aus dem letzten Jahr ist der Ultra-Contact Nxt aktuell der umweltfreundlichste Reifen im Sortiment von Continental. Ab Juli wird er in 19 Größen erhältlich sein, von denen jede die Bestnote des EU-Reifenlabels in den Kategorien Rollwiderstand, Nassbremsen und Außengeräusch erreicht. Was genau steckt hinter dem umweltfreundlichen Reifen?

Das neue Modell besteht – je nach Größe – aus bis zu 65 Prozent nachwachsenden, wiederverwerteten und Massenbilanz-zertifizierten Materialien. Davon sind etwa 32 Prozent nachwachsende Rohstoffe und fünf Prozent wiederverwertete Stoffe. Unter die nachwachsenden Materialien fällt beispielsweise Harz, das aus Reststoffen der Papier- und Holzindustrie gewonnen wird. In der Reifenmischung sorgt es für eine flexible Konsistenz und höhere Haftung.

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Ebenfalls verwendet wird die Asche von Reishülsen, die in der Reisproduktion als Abfall anfällt und zu sogenanntem Silika verarbeitet wird. Dieses ersetzt den Quarzsand in herkömmlichen Reifen und spielt eine wichtige Rolle für die Haftung, den Rollwiderstand sowie die Lebensdauer des neuen Reifens. Als integrales Element des Ultra-Contact Nxt darf auch Naturkautschuk nicht fehlen. Zu den wiederverwerteten Materialien zählt zum Beispiel Gummi aus Altreifen, aber auch recycelter Stahl wird eingesetzt.

Zudem produziert Continental mit seiner firmeneigenen Technologie Hochleistungspolyesterfasern aus recycelten PET-Flaschen, die die Reifenkarkasse zusätzlich stabilisieren. Dabei können, abhängig von der Größe, zwischen neun und 15 Flaschen pro Reifen erneut verwendet werden. Die Flaschen werden exklusiv aus Regionen ohne geschlossenem Recyclingsystem bezogen. Die restlichen 28 Prozent werden aus nachhaltigem Synthesekautschuk und Industrieruß aus biobasierten Rohstoffen gewonnen, die das ISCC-PLUS-Zertifikat tragen, das die Rückverfolgbarkeit eines Produkts innerhalb der Lieferkette garantiert.

Auch für E-Fahrzeuge geeignet

Der Ultra-Contact Nxt wird in 19 Größen erhältlich sein, die ab Juli sukzessive auf dem europäischen Markt eingeführt werden. Das EV-Compatible-Logo informiert darüber, dass der neue Reifen sowohl für Elektro- als auch Verbrennerfahrzeuge konzipiert ist. Der Ultra-Contact Nxt ist unter anderem erhältlich für die Modelle Kia Niro, VW ID3, Mercedes-Benz EQA, Tesla Model 3, Audi Q4 E-tron, Skoda Octavia, VW Golf 8 und Audi A3.

Mit dem neuen Reifen nähert sich Continental weiter dem Unternehmensziel aus seinem Strategieprogramm: Bis 2030 sollen alle Reifen einen Anteil von mindestens 40 Prozent an nachwachsenden Materialien haben und bis 2050 zu 100 Prozent nachhaltig sein.

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