Coronavirus: Entschädigung möglich?

Autor / Redakteur: Stephan Schmid und Michael Neugebauer, Kanzlei Voigt Rechtsanwalts GmbH, Kassel / Joachim von Maltzan

Viele Betriebsinhaber stellen sich derzeit die Frage, ob die Betriebsunterbrechungsversicherung bei Corona zahlen muss. Die Versicherer versuchen, dem zu entgehen – im Zweifel kann sich für Betriebe ein Rechtsstreit lohnen.

Die aufgrund der Corona-Pandemie behördlich angeordnete Betriebsschließung hat vielen Unternehmen erhebliche Ertragseinbußen beschert.
Die aufgrund der Corona-Pandemie behördlich angeordnete Betriebsschließung hat vielen Unternehmen erhebliche Ertragseinbußen beschert.
(Bild: © Romolo Tavani - stock.adobe.com)

Behördliche Verfügungen und Erlasse aufgrund des Coronavirus zwangen viele Betriebe dazu, ihre Türen zu schließen. Die Folge war, dass die Einnahmen fehlten, die Kosten aber weiterliefen. Manche Betriebsinhaber hoffen nun, verlorene Erträge über die Betriebsunterbrechungsversicherung (BUV) geltend machen zu können. Diese Versicherung entstammt der Sachversicherung und deckt den Schaden ab, den das Unternehmen infolge einer vorübergehenden Schließung erleidet.

Der Klassiker ist der Brandschaden: Wenn die Betriebsstätte und/oder die darin vorhandenen Betriebsmittel zerstört oder z. B. durch Ruß und Hitze beschädigt worden sind, zahlt der Versicherer den Schaden, der dadurch entsteht, dass der Betrieb vorübergehend unterbrochen werden muss – z. B. für die Dauer der Instandsetzung, Sanierung oder der Errichtung eines Neubaus. Was er wie lange leisten muss, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.