Das Familienunternehmen Banner
Der Hersteller von Starterbatterien Banner ist vom kleinen fachbetrieb zum international agierenden Unternehmen avanciert,
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Im Zusammenhang mit C02, Umwelt und Kraftstoffersparnis spielt die Hybridisierung des Automobils eine immer größere Rolle. Dieser Trend stellt auch an den Markt der Batteriehersteller höhere Anforderungen. Den Ball aufgenommen hat der Starterbatterie-Hersteller Banner GmbH mit Hauptsitz im österreichischen Linz, der vom kleinen Fachbetrieb zum international erfolgreich agierenden Familienunternehmen avancierte. Mithilfe einer neuartigen Technologie, der AGM-Batterie (AGM = Absorbent Glass Mat), sollen intelligente Energiekonzepte für sanfte Hybridantriebe, die auf die Reduktion von CO2 abzielen, realisiert werden. So beliefert Österreichs einziger Hersteller von Starterbatterien seit Juni dieses Jahres das BMW-Werk Regensburg mit einer 90 Ah starken AGM-Batterie für den serienmäßigen Einbau in den Serien BMW 1er und 3er. Damit setzt BMW das sanfte Hybridkonzept („Effizient Dynamics“) um.
David gegen Goliath
Das in dritter Generation geführte Familienunternehmen behauptet sich seit 70 Jahren in einem von Fusionen geprägten Markt. So wurde das Gros der Batteriehersteller von US-Firmen geschluckt. Die Firmen Varta/Bosch und Hoppecke sind heute Teil des US-Giganten Johnson Controls. Der amerikanische Konzern Exide schluckte vor zwölf Jahren Firmen wie Hagen, Sonnenschein, Deta oder Drive. Damit wird der Batteriemarkt heute von diesen beiden Mischkonzernen dominiert.
Allein in Deutschland distribuieren die beiden Megaplayer zwei Drittel aller Autobatterien. Insgesamt nimmt der europäische Markt jährlich 73,5 Millionen Starterbatterien auf. Davon entfällt mit 54 Millionen der Löwenanteil auf den Nachrüstmarkt. Die Bedarfssteigerung wird von Experten insgesamt mit jährlich rund zwei Prozent beziffert.
Von der Marktmacht der US-Konzerne unbeirrt geht Banner konsequent seinen Weg als David gegen Goliath weiter. Das Zauberwort heißt Kundennähe. So setzt Deutschland-Geschäftsführer Günter Helmchen auf 70 Außendienstmitarbeiter, die zwei Drittel aller in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter repräsentieren. Helmchen: „Wir bieten noch heute den Service, die Kommissionslager und die Kundennähe, die vor 20 Jahren üblich waren.“ Banner arbeitet heute in Deutschland mit 8 500 Partnern, sprich Autohäusern, Werkstätten oder auch Serviceketten, zusammen. Ein besonderes Augenmerk wirft Banner Batterien auf Fachwerkstätten und den Markenhandel. Die Nachrüstung dominiert mit einem Umsatzanteil von 80 Prozent das Geschäft von Banner, wobei Automobilhersteller wie BMW, VW und DaimlerChrysler auf das Produkt aus Österreich setzen.
Markenwerte aufladen
Werte wie Vertrauen, Transparenz, Ruhe und Beständigkeit sind im Unternehmensalltag von Banner besonders wichtig. Als höherpreisige Marke schreibt Banner vor allem die persönliche Beratung des Endkunden über den Fachhandel groß. Deutschland-Chef Helmchen: „Künftig wollen wir die Endkunden noch stärker für die Marke Banner sensibilisieren.“ Mit einem Marktanteil von rund zehn Prozent nimmt Banner in Deutschland heute die dritte Marktposition ein. In Deutschland, dem größten Batteriemarkt in Europa, ist Banner seit 1968 mit heute sechs Vertriebsniederlassungen präsent und will den deutschen Markt sukzessive stärker durchdringen.
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