Autoglas Das Geschäft jetzt nicht leichtfertig aufgeben

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 5 min Lesedauer

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Das Geschäft mit den Windschutzscheiben scheint bei den Markenautohäusern etwas aus dem Blick geraten zu sein – kein Wunder angesichts hoher Auslastung und Fachkräftemangels. Dabei ist es ein Segment mit Zukunft.

Das Autoglasgeschäft ist kein Kinderspiel, aber für jeden Kfz-Betrieb beherrschbar. Und mit dem richtigen Partner gelingt auch die Abrechnung mit den Versicherern.(Bild:  Jochen Schreiner)
Das Autoglasgeschäft ist kein Kinderspiel, aber für jeden Kfz-Betrieb beherrschbar. Und mit dem richtigen Partner gelingt auch die Abrechnung mit den Versicherern.
(Bild: Jochen Schreiner)

Zuerst die gute Nachricht: 82 Prozent der Markenbetriebe und immerhin 63 Prozent der freien Werkstätten gaben in einer aktuellen Befragung von »kfz-betrieb« und BBE Automotive (Branchenindex Mai 2024) an, dass sie Glasschäden selbst reparieren. Doch nun das große Aber: Bei den Autohäusern waren es bei unserer letzten Befragung vor fünf Jahren noch 96 Prozent. Nur bei den freien Werkstätten ist die Quote angestiegen – aber auch nur um sieben Prozentpunkte.

Kann es sein, dass das Kfz-Gewerbe gerade wenig Zeit für das Segment Autoglas hat? Den Eindruck bestätigt Martin Seydell, der stellvertretende Geschäftsführer des Verbands des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein und treibende Kraft hinter Autoglas Plus, dem gemeinsamen Glaskonzept von ZDK und ZKF (Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik): „Angesichts der hohen Auslastung der Werkstätten ruhen unsere Aktivitäten derzeit etwas“, sagt Seydell.