H&M Automobile Das Schnellstart-Duo

Von Steffen Dominsky 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Idee, defekte Autos in ganz Deutschland aufzukaufen, herzurichten und mit fettem Gewinn unters Volk zu bringen, begruben zwei Freunde ziemlich schnell wieder. Dafür etablierten sie in kürzester Zeit einen Autohandel mit stetig wachsendem Serviceanteil, mit der Auszeichnung als Top-Ten-Betrieb beim diesjährigen Deutschen Werkstattpreis weiter wachsen dürfte.

Erst vor kurzer Zeit mit dem Handel von Automobilen gestartet, ist das Team von H&M-Automobile bereits auch im Service dick drin – und das überaus erfolgreich!(Bild:  Schreiner – VCG)
Erst vor kurzer Zeit mit dem Handel von Automobilen gestartet, ist das Team von H&M-Automobile bereits auch im Service dick drin – und das überaus erfolgreich!
(Bild: Schreiner – VCG)

Der Handel bringt die Marge. Diese im Kfz-Gewerbe lange gültige Tatsache erweist sich heutzutage immer öfter als überholt. Das lernten auch Nicolas Hamann und Julius Möhrle recht schnell, als sie Anfang 2019 den Schritt in die Selbstständigkeit wagten. Ihre in der Theorie geniale Idee, defekte Autos „schnell“ herzurichten und mit reichlich Gewinn weiter zu veräußern, entpuppte sich in der Praxis als nur bedingt praktikabel bzw. sinnvoll. „Rasch durften wir lernen, dass Handelskunden, die wir an unser Unternehmen binden wollten, von uns erwarteten, ihnen auch einen Service für ihr Fahrzeug zu bieten“, bringt es Julius Möhrle auf den Punkt. Ergo überdachten die beiden Jungunternehmer ihr Geschäftsmodell. Heraus kam dabei ein markenfreies Autohaus. Und dessen Serviceanteil tut was? Genau: Er wächst und wächst.

Einst mit einer wenig opulenten Gesamtbetriebsfläche von 100 Quadratmetern gestartet, bot sich H&M Automobile vor eineinhalb Jahren die Möglichkeit, eine Immobilie anzumieten, die zuletzt ein Autohaus beherbergte. Hier können sich beide Sparten ausbreiten: der Handel mit hochwertigen und jungen Gebrauchten sowie die Werkstatt für alle Marken – Oldtimer inklusive. Auffällig: Bei beiden ist der Anteil von Modellen mit dem Stern bzw. dem Smart-Logo ziemlich hoch. „Heutzutage alles und alle Marken zu können, ist aus Servicesicht immer schwerer umsetzbar. Da macht es Sinn, sich zu spezialisieren“, begründet Möhrle die strategische Ausrichtung. Ein entsprechendes Netzwerk an Partnerbetrieben sowie eine Kfz-technisch gut sortierte Nachbarschaft dienen im Fall der Fälle dafür, „andere“ Kunden nicht wegschicken zu müssen.